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P.I.System/Autor/Autobiografie

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P.I.System/Autor/Autobiographie

Gestraffte Lebensbeschreibung bis zum 35. Lebensjahr des P.I.System-Autors Reinhold Schweikert, zu damaligen Zeit auch unter div. Beinamen wie Reiner, Renier, „Leady“, Reny Razorblade, Rei, German king of punks, bekannt. (Fotos, Videos und Musik siehe Youtube)

Da ich hier kein dickes Buch schreiben kann, sondern mich auf solche Ereignisse, die nicht nur für mich, sondern auch für den Leser, die Gesellschaft, die Zukunft Bedeutung haben beschränken möchte, seien andere nur sehr kurz erwähnt und können auch viele Episoden und beteiligte Menschen nicht beschrieben werden:

Ich nenne in dieser mener Lebensgeschichte aus verschiedenen triftigen Gründen manche Menschen, mit denen ich zu tun hatte, beim Namen und andere, bei denen ich eher meine daß ihnen das nicht gefallen könnte evtl nur beim Vornamen oder gar nicht.

Gründe für Namensnennung können sein, daß ich mit diesen hiermit wieder Kontakt aufnehmen und ihnen bestimmte Mitteilungen und Angebote machen möchte, vor allem auch für den Fall X, über den ich ja in diesem Kurier ebenfalls schreibe. Etliche dieser Menschen, vor allem auch Frauen, mit denen ich ggf auch geschlechtlich verkehrte, kannte und kenne ich bis heute nicht beim Namen. Ich hoffe dennoch, daß sich über Andere vielleicht Querverbindungen zu diesen ergeben, insbesondere auch für jene, die vielleicht den modernen Medien gegenüber verschlossen blieben und ansonsten nie mehr von mir erfahren würden. Ich bitte daher um Weitergabe, falls LeserInnen weitere Personen aus meinem damaligen Kreis kennen oder „zufällig“ auf solche treffen. Ich möchte den Kontakt generell mit niemandem abbrechen, sondern wieder aufbauen und allgemein einladen, meine neue, heutige „message“ zu lesen und dann vor allem praktisch zu leben, zu erfahren, ggf sogar mit uns ein wieder einfaches, natürlich-freies Leben zu führen.

Meine Kindheit verbrachte ich meist sehr glücklich und idyllisch im Obstgarten meines Großvaters, Garten, Kramladen meiner Großmutter, mit dem Hund unterwegs in der wildromantischen Landschaft des Dornacher Riedes (Sumpfgebiet hinter Häckler Weiher/Blitzenreute, heute Fronreute genannt) auf dem Bauernhof meines dortigen Freundes Georg, etwas weniger idyllisch im Dorf Baienfurt bei meinen Eltern, doch dort ebenfalls bei meinem Freund Franz Schweizer auf dessen Bauernhof arbeitend und in den weiten Gebieten des nahen Altdorfer Waldes mit seinen vielen Seen und Teichen umherstreifend, teils Pilze suchend, teils angelnd oder badend. Die Volksschule belastete mich zunächst noch wenig, da wir einen Lehrer hatten, der mit uns täglich, fast hauptsächlich, Musik machte. Ich sang damals mit im Kinderchor, der sonntäglich die Messe begleitete. Wir waren eine gemischte Volksschulklasse, in der für uns Knaben der Umgang mit den Mädchen verpönt war. Dennoch schwärmte ich heimlich für einige der Mädchen, die ich sehr verehrte und vermutlich noch bis heute verehren würde, wenn ich eine davon wunschgemäß zur Braut bekommen hätte. Sie waren ebenfalls Musikerinnen und trugen die Namen Gabriele Mehrle, Maria Birnbaum und Jutta Schätzle.

Ende der Kindheit: Diese glückliche Kindheitsphase wurde für mich im 12.Lebensjahr schicksalshaft abgebrochen. Folgende Ereignisse brachten mich auf eine andere Bahn, auf einen Abweg bzw mächtigen Umweg, der weite Teile meiner Lebenskraft und –Zeit einforderte. Der erste Schicksalsschlag war der Tod meiner Großmutter, die für mich damals wichtiger als meine Mutter war, weil sie mir das bot, worin ich mich immer zuhause fühlte, das Leben auf dem Lande, im Garten, unter Tieren, in der Natur,… und vor allem auch die gute Kost aus Eigenerzeugung. Der zweite Schlag war die Versetzung ins Gymnasium der Stadt Ravensburg, und damit die weitgehende Entwurzelung vom Lande, der Abbruch meines Landlebens und meiner bisherigen Beziehungen sowohl zu den Freunden auf den Bauernhöfen (und damit auch vom dortigen guten Essen), als auch von meinen verehrten Wunschbräuten. (Die wohl bis heute nie von meiner Zuneigung zu ihnen erfahren haben.) Zu dieser Zeit ereigneten sich auch zwei Unfälle, die mein späteres Leben entscheidend beeinflußten. Zuerst ein Sturz von einem Holunderbaum ins „Hohlkreuz“, der mir den Atem nahm und mich bewußtlos machte. Nach einiger Zeit ein zweiter von einer Wäschestange, nach dem ich ebenfalls das Bewußtsein verlor und außerdem danach noch lange Zeit heftige Schmerzen, ein Stechen in der oberen Wirbelsäule, zwischen den Schulterblättern, auf Höhe des Herzens spürte. Erst mit der Pubertät bzw nach erfolgtem Wachstum wurden die Spätfolgen dieser Unfälle in Gestalt einer erheblichen Wirbelsäulenverkrümmung sichtbar.

Folgende Zeit nur kurz: Die Oberschule machte mich mit jedem Jahr mehr zum Idioten. Ich kann mich bis heute kaum mehr an diese Zeit im Gymnasium erinnern, da es eine völlig tote, stupide und lebenslähmende war. In Erinnerung blieben lediglich einige weitere Naturabenteuer, die ich durch Wildzelten und Fahrten mit einer Jugendgruppe oder unter Freunden, beim Angeln, Baden oder Pilzesuchen in den freien Zeiten, im Herbst auch immer noch im alten Obstgarten meiner verstorbenen Großeltern bei der Apfelernte,… erleben konnten. (Meine Eltern verkauften später diesen Garten, der das letzte Bindeglied an meine Heimat war, und bauten mit dem Erlös eines der mir verhaßten modernen Häuser in einer Neubausiedlung, in dem dann auch bald mein Vater erkrankte und an Krebs starb.)

Mein Hang und Drang nach Wald und Natur war zwar geblieben, doch gab es längst nicht mehr genügend Zeit dafür. Negativ erinnere ich mich auch an viele Krankheiten vor allem der Lunge, ständigen Vereiterungen zunächst der Mandeln, dann der Kiefernhöhlen, die nach einer Mandeloperation begannen und wiederum damit gipfelten, daß mir ein HNO–Arzt ein sogenanntes Nasenfenster, dh mit Hammer und Meißel ein Loch in die Rückwand dieser Nasenhöhle hinein in die Luftröhre schlug, durch das der Schleim abfließen sollte. Er floß auch ab, freilich direkt in die Lungen! – Woraus sich der Anfang einer tödlichen Situation ergeben hätte, wenn ich nicht dann einen gänzlich anderen Heilungsweg gefunden hätte. Doch darüber später.

Erneute Hinwendung zur Musik, Rockmusiker: Ein Erwachen und allmähliches Befreien aus diesem unlebendigen Zwangsschulalltag begann erst wieder mit der Pubertät samt erneuter Hinwendung zur Musik. Freilich diesmal nicht mehr im Kirchenchor! – Meine Eltern hatten mir im 14.Lebensjahr, ich glaube zu Weihnachten, eine Gitarre geschenkt und bezahlten erste Unterrichtsstunden in einer Musikschule. Nach wenigen Stunden konnte mir dieser Lehrer jedoch nichts mehr beibringen, da ich bereits den Musikstil wechselte und begann, bald sehr erfolgreich die mich begeisternden Lieder vor allem der angloamerikanischen Rock- und Bluesscene nachzuspielen. Mit meinem um zwei Jahre jüngeren Bruder begannen wir, anfangs noch mit Radios als Verstärker, die erste Band namens „Engerling“ zu gründen. Erste Auftritte in Kirchengemeindehäusern wurden mitsamt dem damals sich weltweit entwickelnden Rhythm’&Blues sowie Rock schnell immer erfolgreicher. Ich begann also schon mit 14 Jahren mit Auftritten und niemand ahnte, daß ich von dieser Zeit an weitere 14 Jahre auf der Bühne stehen würde und sich mein Leben wesentlich durch diese Musik prägen würde. (Mein Bruder spielt noch heute sogar in mehreren Bands.) 1969 spielten wir bereits regelmäßig zu sogenannten Jugentänzen in z.T großen Hallen. Der Zulauf war enorm, zumal es in dieser Zeit das, was sich später als Pop-, Tanz- und Discomusik mit kommerziellem Hintergrund ohne „message“, also mit keinerlei jugend-revolutionärem Hintergund entwickelte, noch nicht gab. Wir spielten immer mit viel Idealismus und leidenschaftlicher Hingabe, sowie unkommerziell und unbestechlich die besten uns bekannten Songs von Bands wie Deep Purple, Ten Years After, John Mayall, Jimmy Hendrix, Rory Gallagher, Cream, Rolling Stones, Led Zeppelin etc. Als Solo-Gitarrist und Sänger war ich dabei stets Frontman. 1970 spielten wir mit Engerling bereits den Jugendrutentanz in der Oberschwabenhalle. (Großhalle auf größtem oberschwäbischen Volksfest) Später gab es noch für kurze Zeit eine zweite Engerling-Formation mit drei Schlagzeugern, mit der wir fast ausschließlich Stücke von „Santana“ spielten, bevor wir nach einem Konzert mit einer weiteren Band Namens „Wullewazz“ sämtliche Vorbands auflösten und aus den besten Musikern beider Gruppen die Band COR gründeten, nun mit vorwiegend Deutsch gesungenen Eigenkompositionen, hauptsächlich geschrieben vom Komponisten Erhard Frick, der der geistige Schöpfer dieser Band war, während ich nach wie vor Frontman mit virtuoser Spieltechnik und viel Power war.

Schulende:Cor“ wurde erst 1972 gegründet, weshalb ich nun noch einmal etwas in der Zeit zurück gehen muß, um mein restliches Leben bzw den Schulabgang/Abschluß zu schildern. Diese Schule hatte vor allem in den letzten Schuljahren vor dem Abitur bei mir/uns immer mehr jegliche Wertschätzung verloren. Sie diente zuletzt nur noch als erster Treffpunkt am Tag. Wir hatten einen Klassenlehrer, der sich so herrlich aufregte und (pardon) ein so köstlich bescheuerter Bilderbuchpauker war, daß er in jedem Paukerfilm zum Star hätte werden können. Er hieß „Dr.Hohl“ und wurde täglich durch irgend einen Streich in Rage versetzt, so daß er uns aus dem Klassenzimmer verwies, und wir dann unsere Schulzeit feuchtfröhlich beim Bier in den Gasthäusern der Stadt verbringen konnten. Das Klassenzimmer hatte im letzten Schuljahr nur noch 12 Stühle, obwohl die Klasse über 20 Schüler zählte. Aber man benötigte nie mehr! Da ich mich in einem reinen Jungengymnasium ohne Mädchen befand, konnten die den Unterricht unmöglich machenden Verhältnisse noch weit mehr ausufern. Unser Zusammenhalt war stets absolut und nicht zu brechen. Wir hatten damals gelernt, daß es völlig unerheblich ist, wieviel man lernt, weil, selbst wenn man nichts tut, das Anspruchsniveau einfach so weit heruntergeschraubt wird, bis sich wieder das von den Lehrern wunschgemäß angestrebte Notengefälle von 1 bis 6 ergibt. Somit taten einfach alle nichts. Worauf die Lehrer von „Leistungsverweigerung“ sprachen und eine Konferenz nach der anderen einberiefen, um zu besprechen, wie unsere Klasse trotz allem so durchs Abitur gebracht werden kann, daß nicht zu viele durchfallen. (Was ja den Lehrern angelastet worden wäre.) Verschiedene Maßnahmen waren die Folge: Man importierte einen „Streber“ mit Notendurchschnitt 1,0 aus einer Parallelklasse, der das Niveau der Klasse heben sollte. Doch der Ärmste aus bestem Hause überstand diesen Transfer psychisch nicht und wurde deshalb später leider kein Atomphysiker mehr, wie geplant.  Man senkte dann auch mit jeder Klassenarbeit, die trotz des Strebers immer noch den Klassendurchschnitt 5 nicht unterschritt, weiter das Anspruchsniveau, um zu besseren Anmeldenoten vor allem im Fach Mathematik zu kommen, das so ganz und gar nicht mehr zu unserem losen Gemüt paßte. Das jeweils niedrigere Niveau war freilich dann stets immer noch zu hoch, so daß man uns zuletzt die Prüfungsaufgaben noch vorab an der Tafel vorrechnete. In den anderen naturwissenschaftlichen Fächern war der Niveauabfall zwar ähnlich, aber nicht so kraß nachprüfbar wie in Mathe. So z.B. war der alte Physiklehrer ein Freund von uns und von allen geliebt. Er gründete die „Astronomie-AG“ und fuhr mit seiner Gruppe des öfteren ins nahe Fidazhofen, von wo aus man eine klarere Sicht auf den Sternhimmel hatte und wir vor allem danach in andere Gläser schauen, dh den extrem berauschenden Beerenwein aus der dortigen Gastwirtschaft ausgiebigst genießen konnten und zuletzt den einbeinigen Kriegsversehrten Franzl Weiger, ebenfalls ganz und gar nicht mehr nüchtern, vor seiner Haustüre abstellten. Er verriet uns auch nicht, als es einmal Ärger gab, als die Schwestern vom naheliegenden Schwesternwohnheim irgendwie gemerkt hatten, daß wir unsere Fernrohre von der Sternwarte nicht in den Himmel, sondern auf ihre Fenster gerichtet hatten, um sie beim Ausziehen zu beobachten! Unser Interesse am weiblichen Geschlecht war natürlich sehr hoch und beeinflußte oft fast die gesamte Denk- und Redeweise unserer Burschenklasse. Ob das unsere Chemielehrerin Fräulein Gisela Bundschuh damals gemerkt hatte oder nicht, weiß ich nicht. Doch ihr Unterricht beflügelte stets unsere sexuelle Fantasie, und ihr Chemieunterricht wurde auch allein diesbezüglich verstanden und besucht. Wenn sich da die Atome „vereinigten“, manche gingen sogar eine „Doppelbindung“ ein, oder sie mit irgendwelchen Kolben und Gleitmitteln hantierte und ihre zweideutigen Geschichten erzählte, müßte ihr aber eigentlich schon irgendwann aufgefallen sein, wie wir Chemie „verstanden“ und warum, wenn sie einen von uns abfragte nach diesem oder jenem Chemiker, meistens nur der Gay-Lussac (gesprochen „geile Sack“) bekannt war.

Die Folgen unserer „Lernverweigerung“ waren allerdings dann für die nachfolgenden Klassen erheblich. Denn man löste daraufhin mit der sogenannten Oberstufenreform die geschlossenen Klassenverbände auf und importierte Mädchen. Wonach der übliche lebensgeist-tötende Leistungs- und Schuldruck weitergeführt werden konnten.

Wenngleich wir also diese Schule „verarschen“ konnten nach Strich und Faden und wir uns mit all dieser für das Leben wertlosen Hirnakrobatik auch kaum belasteten, so wurde uns doch Wertvolles, quasi unsere gesamte wahre jugendliche Entwicklungszeit genommen und gestohlen. Wäre ich nicht nebenbei noch Gitarrist geworden, dann hätte diese Zeit rein gar nichts erbracht. Ich wurde von der Natur, von Gesundheit und Leben, von der gesunden Entwicklung lebenspraktischer, vor allem landwirtschaftlicher Kenntnisse, von einer guten Zukunft mit Freunden aus der Kindheit, vom Land meiner Großeltern, und vielem anderen mehr getrennt und zum unnützen Leben in einer Stadt gezwungen. Meine Naturverbundenheit bestand danach nur noch rudimentär und war meist auf unsere Saufgelage an den Weihern, im Wald,… beschränkt. Alle Scherze, ja die gesamte Aushebelung des Konsumweltsystems, die sich ja späterhin noch steigerte, mögen sich zwar ganz lustig anhören und im Gesamten betrachtet auch sinnvoll gewesen sein, da sie ja Phasen der Überwindung eines Fehler-Systems darstellten, doch möchte ich hier bereits betonen, daß ich sie für mich persönlich bis heute als Ab- und Irrwege bezeichnen muß! Meine LeserInnen mögen meine Kapriolen, mit denen ich noch Bücher füllen könnte, also trotz aller Orginalität bitte als nicht nachahmenswert begreifen! Wir hatten diese durchaus fehlerhafte Konsumwelt damals zwar bereits in vielen Punkten besiegt und bei uns bereits vernichtet, doch wir waren noch nicht in der Lage, unsere bessere Welt nachhaltig aufzubauen und zu erhalten!

Aber weiter der Reihe nach: Wir schreiben noch 1972. Das Abitur wird „ganz knapp“ bestanden und die Schulzeit endet. Alle während dieser Schulzeit geschlossenen menschlichen Verbindungen und damit das Einzige, was überhaupt von Wert war, wurden danach erneut, wie schon einmal beim Verlassen der Volksschule, durch Trennung abgebrochen. Noch war mir längst nicht bewußt, daß und warum dieses System der Trennung in dieser zusehens moderneren Zeit überall bestand und Prinzip einer noch unsichtbaren Führung und Herrschaft war.

Rebellion gegen das Kleinbürgertum: Nach einer letzten einwöchigen „Party“ bzw Freß- und Sauforgie in einem neumodischen Wohnblock der Eltern meines Schulfreundes Frank Malkusch, bei der wir wieder einmal erheblich auffielen wegen Dingen wie vom Balkon Pinkeln und Kotzen, und uns die Polizei fast täglich einmal geschickt wurde, nahm der Kontakt mit den Schulfreunden schnell ab. Als Franks Eltern damals aus dem Urlaub zurückkamen, war der Zustand ihrer Wohnung ein großer Schock für sie. Von unseren „kreativen Veränderungen“ wie z.B. Fußspuren, die die Wände hochlaufen, dann über die Zimmerdecke gehen und an der anderen Seite wieder herunterführen (ein damals beliebtes Spiel von uns, für das Zwei Einen an der Schulter halten, damit er kopfüber an der Decke laufen kann) waren sie nicht zu begeistern. Die Wohnung mußte komplett renoviert werden. Schon damals in der Schulzeit begann also unsere Verachtung gegenüber dem kleinbürgerlichen Millieu, unsere Rebellion gegen dieses Leben in den ach so „ sauberen“ Wohnungen, in denen es dennoch nach unzähligen Giften stank und von denen eine der anderen zu gleichen hatte. Die dort überall unsichtbar herrschende kleinbürgerliche Normierung, die meistens von irgendwelchen ältlichen Tratschtanten ausging, die niemand mehr anfaßte,  und deren Frust-Hygiene-Putz-Neurosen nach Waschmittel-Chemikalien und giftigen Kosmetika stinkend Leben und Liebe erstickend sich durch die Gassen der Dörfer und Vorstädte fraßen wie eine Pestseuche, war uns nicht nur zutiefst zuwider und verhaßt, sondern wir lebten bereits im Bewußtsein, daß wir diese wohl schlimmste aller unerkannten Verirrungen und Geisteskrankheiten vehement bekämpfen und ausrotten müssen, wenn wir (über-)leben wollen. Auch das Gelddenken, das Bewerten von Dingen nach dem Geld- oder Einkaufswert, die alleinige Orientierung nach irgendwo erzielbaren Geldgewinnen oder Vorteilen und damit Verbunden das Knausern und Geizen, ängstliche Verschließen aller Autos und Wohnungen, letztendlich der Aufbau einer gefängnisartig abgeschlossenen Unwelt, in der sich jeder nur noch isoliert in seiner Wohn-haft-Zelle oder am sogenannten „(Un-)Arbeitsplatz“ aufhielt, empfanden wir als lebenstödliche Verirrung. Dieses kleinkarierte Einkaufszetteldenken, bei dem es um nichts anderes ging als um irgendwelche Warenpreise irgendeines dekadenten Artikels, die Anschaffung dieses oder jenes neuen Polstermöbels für das „Wohnzimmer“, um eine neue „Kotzkost-Küche“, ein neues Stink-„Schlafzimmer“ oder Gift–„Bad“ mit Kosmetika, Wasch- und Putzmitteln…. Auch Dinge wie Versicherungen, Sparverträge, Geldspekulationen…  waren mir nicht erst 1976 mit Einbruch der zweiten Rock- bzw Punkrevolution zuwider. Im Grunde lehnte ich bereits all das, was sich meine Eltern an Modernismus leisteten entschieden ab und sehnte mich nach den Zeiten bei den Großeltern und in den Bauernhäusern zurück.

Erste Liebe: Während meiner gesamten Schulzeit hatte ich trotz aller großen Sprüche und der vielen Auftritte, bei denen ich durch liebesseufzende Stehblues-Songs viele Paare verschmolz, selber noch keine Freundin, kein Mädchen gehabt. Die wöchentlichen Auftritte erforderten ja stets enorme Vor- und Nacharbeit. Zuerst mußte eine Halle gemietet werden, dann ließ man Plakate drucken und verteilte sie in der Stadt. Die Schwerarbeit kam jedoch noch am Tag des Auftritts, da wir unsere Übungsräume immer in den höchsten historischen Türmen der alten Reichsstadt Ravensburg hatten. Das war eine Schlepperei mit der Anlage! Doch die Räumlichkeiten selber waren hervorragend, ragte doch das alte, meterdicke Gemäuer himmelhoch über alle Dächer und den Mief der Stadt hinaus, die zu jenen Zeiten dann fortlaufend von oben her mit den Hymnen von Hendrix und anderen Songs beschallt wurde, ohne daß sich darüber auch nur eine Seele aufregte. Überhaupt war es erstaunlich, wie sehr die Eltern von damals die Jugend sich selbst überließen. Man hatte sogar den Eindruck, daß eher Kuppelei geschah, als daß irgendwo gebremst wurde. Zumindest hatte ich bereits enorme Sorgen, als ich mit 18 immer noch mit keinem Mädchen „geschlafen“ hatte, was ja damals auf jeden Fall sein hätte sollen laut Propaganda der bereits auf vollen Touren laufenden Sex- und Pornowelle. Doch im ersten Sommer nach Schulende passierte es dann doch. Ein junges und liebes schwäbisches Mädchen namens Ingrid Pfeifer ging mit mir zum Zelten an einen der einsamen Weiher im Altdorfer Wald, den mein Vater damals zum Angeln gepachtet hatte. – Ein Mädchen, eine Frau war für mich von Kindheit an ein traumhaftes, vergöttertes Wesen, von dem ich Ideales erwartete. Diese Ideale wurden zunächst auch nicht zerstört. Wäre ich mit ihr im Wald geblieben, hätte sich ein echtes Liebespaar wie einstmals Tristan und Isolde entwickeln können. Doch dann kamen wieder die Wechsel in andere Welten und Lebensstile, die alles wieder zerstörten. Von unserem ersten Abenteuer im Walde weg trampten wir zusammen nach Amsterdam.

Amsterdam: Diese Reise hinterließ traumatische Eindrücke einer anderen, harten Welt. Innerhalb von nur 24 Stunden geschah in dieser Stadt folgendes: Meine Freudnin wurde bestohlen, die Polizei filzte uns, wir fanden erst in der Nacht einen Schlafplatz in einem Schlafboot in einer Graacht. Lauter zwielichtige Gestalten. Der Besitzer im Gefängnis. In der Nacht tobte eine Schießerei. Der uns dorthin brachte, kam gegen Morgen hereingepoltert, halb bewußtlos, unter Drogen gesetzt, ausgeraubt. Am anderen Morgen besuchten wir den Flohmarkt. In einer Ecke lag ein sterbender Syphilitiker, schon blau im Gesicht, in seinen letzten Zuckungen. Wir besichtigten dann noch den „Garten der Lüste“, die bekannte Gemäldegalerie von Hyronimus Bosch, an die sich auch Madame Tissots Wachsfigurenkabinett anschloss. Mit Bosch’s Galerie wurde die dämonenhafte Zersetzung, das gesamte Elend dieser „großen, weiten Welt“ sichtbar und fühlbar. Die Vergangenheit erstand und reichte bis in die Gegenwart. Auch die Wachsfiguren erschienen wie lebendig und waren doch tot. Genau wie die Gesichter der Prostituierten in den Gassen. – Wir hatten genug, verließen dieses städtische Horrorkabinett. – Wären wir doch im schönen Wald geblieben! Unter den Bedingungen dieser Trampreise erlosch unser Liebesglück, konnte mein Mädchen ihren Liebreiz, ihre Strahlkraft nicht mehr erhalten und ich unwissender Jüngling war enttäuscht und desillusioniert!

Unwissend aus dem Schulalltag ins Leben: Die gewonnene Befreiung aus dem Schulalltag währte jedoch noch nicht lange. Wie schon öfter im Sommer arbeitete ich wieder in der örtlichen Papierfabrik, um erst mal reichlich Geld zu verdienen. Diesmal bekam ich einen Job auf dem Holzplatz, bei dem ich die ganze Nacht hindurch Holzstämme in ein Kranseil einhängen mußte und im Freien arbeitete. Dabei wurde ich topfit! Arbeitete ich hingegen in einer Halle, etwa an einer Kartonmaschine oder in der Kocherei, wurde ich todkrank! Doch lange noch nicht begriff ich, daß Gesundheit und Wohlbefinden direkt mit dem Leben im Freien, meinem Auszug aus den zivsterilen und geistig wie körperlich krankmachenden modernen Wohngefängnissen zusammenhingen.

Lehrer-Studium: Der Herbst kam und mir fiel nichts Besseres ein, als mich an der nahegelegenen pädagogischen Hochschule zum Lehrerstudium einzuschreiben. Dabei bekam ich Geld vom Staat und konnte weiterhin mit der Band spielen. Schon bald lernte ich wieder ein Mädchen kennen. Sie hieß Helga Seelig und studierte wie ich, um Lehrerin zu werden. Diese Liebesbeziehung dauerte mehrere Jahre, weil sich ja zunächst keine weiteren Lebenswechsel mehr abzeichneten. Sie nahm große Teile meiner jugendichen Kraft in Anspruch und mäßigte, bändigte mich auf jene Weise, wie eben eine jede junge Frau ihren Mann mäßigt. Schon sahen meine Eltern glücklich die bürgerliche Karriere eines Lehrerehepaares entstehen. Doch es kam anders! – Da ich näher bei ihr wohnen wollte, zog ich eines Tages von zuhause aus und suchte mir ebenfalls einen Platz in einem der drei Studentenwohnheime der Stadt Weingarten. Sie wohnte im neuen, modernen, das mir nicht gefiel. Dann gab es noch ein streng katholisches, bei dem man quasi beaufsichtigt wurde. Das dritte hingegen war in einem ehemaligen Versorgungs- und Lungenkrankenhaus. Ein Altbau mit sehr hohen, großen, hellen und luftigen Räumen, zum Schlafen und Aufenthalt sogar im Freien geeignet, da sich ein durchgehender tiefer Balkon die gesamte Länge des Gebäudes entlang erstreckte. Hier, etwas oberhalb der Stadt gelegen, hatte man früher sicherlich die Lungenkranken mit Frischluft kuriert. – Man warnte mich, daß ich dort nicht studieren könne, falls ich hinzöge, da sich an diesem Ort nur Chaoten und Radikalinskis befänden. Doch es gefiel mir. Hier, in diesem mich energetisch stärkenden Altbau, weg von meinen Eltern auf eigenen Füßen stehend, nicht mehr auf stinkende Verkehrsmittel angewiesen, änderte sich mein Leben dann erneut! – Heute ist es mir völlig klar, weshalb ich dort wieder zu immensen Kräften kommen konnte. Sind doch schon die täglich erzwungene Busfahrt und das anschließende Hocken in einem muffigen Klassenzimmer völlig ausreichende Energie- und Lebenskrafträuber, um einen jeden jungen Menschen meist zeitlebens zum Bürohocker und Hirnidioten verkommen zu lassen! Ich verbesserte meine Energien im „VK“ langsam, aber stetig. Die dortigen Chaoten taten mir bald auch nichts mehr zuleide, denn ich galt später als der Oberchaot! Ich wurde auch nicht vom Studieren abgehalten, sondern hielt zuletzt die anderen davon ab. – Es gab da im wesentlichen drei Gruppen, die Alkoholiker, die Politischen und wir, nennen wir uns mal zunächst noch die Musiker. Von der ersten war ich zwar anfangs etwas geschockt, als nachts die Besoffenen an mein Bett gelallt kamen, weil sie daneben zielsicher meine „Hausbar“ geortet hatten, doch waren wir schnell Freunde. Fremd blieben mir/uns jedoch die dortigen PolitagentInnen des KBW mit ihrem ewig-theoretisierenden Gelaber um Marx, den Klassenkampf, ihrem ständigen Agieren, Pamphlete drucken, usw. Die hatten, so wie wir das damals empfanden, irgendwie eine Macke, lebten wie ferngesteuert und programmiert, waren eigentlich regelrecht entmenschlicht und empfindungslos. Wie und von wem jene auf ihren immer wieder vorkommenden Reisen in den Osten dahingehend getrimmt wurden, hätte ich erforschen sollen. – Doch solchen Dingen ging ich erst später auf den Grund. Immer noch war ich Leadgitarrist, spielte virtuose Solis, machte relativ „anspruchsvolle“ Musik und studierte. Das änderte sich erst im Sommer 76 durch eine einzige Reise.

London: Zunächst startete ich mit den Musikern meiner Band in einem Auto nach London. Dort angekommen stellte sich jedoch schnell heraus, daß meine Vorstellungen von Reisen und Leben beträchtlich von denen meiner Genossen abwichen. Während diese sich bereits nachmittags den Kopf darüber zerbrachen, wo sie in der Nacht schlafen würden und sich dann irgendwo weit ab vom Geschehen in einem Campingplatz einlogierten, packte ich Gitarre und Schlafsack und zog ins Zentrum. Wo ich schlafen würde war mir egal. Ich besuchte den Marquee-Club, in dem gerade eine sehr junge Band aus Australien namens AC/DC ihre ersten Auftritte in Europa absolvierte. Die Jungs gefielen mir gut, auch weil sie die Schule verarschten. Natürlich warf ich auch ein Auge auf die anwesenden Mädchen. Obwohl ich in London schnell erkennen mußte, daß es dort weder gutes, ja, auch nur trinkbares Bier noch hübsche Mädchen gibt, gefiel mir eine doch ganz gut, die ich dann auch ansprach. Wie sich herausstellte, war sie aus der französischen Schweiz und absolvierte einen Sprachkurs. Sie nahm mich nach dem Konzert mit auf ihr Flat und es entwickelte sich schnell eine intensive Liebschaft. Jeden Abend besuchten wir einen Rock-Club und sahen uns weitere Bands an, die später oft sehr bekannt wurden. Das spektakulärste dieser Konzerte erlebten wir im Lyceum-Ballroom in einem sogenannten „Midnight Court“, einer Veranstaltung, die um 11Uhr nachts begann und erst im Morgengrauen endete. – Womit man sich praktischerweise keinen Schlafplatz suchen mußte. – Wir richteten uns auf ein dösiges Nachtkonzert ein, doch die Bands waren äußerst hart und fetzig, offenbar von einer Art, wie sie nicht überall zu hören waren. Es begannen die „Pink Fairies“ (Do it) http://www.youtube.com/watch?v=uI976o34A9k , dann kam „Budgie“ (I turned to stone) http://www.youtube.com/watch?v=Vt8zen7OFFk&feature=related    Die dritte Gruppe war Motothead http://www.youtube.com/watch?v=geVkvTeBq9w , die zu jener Zeit noch weniger bekannt war.   Die  letzte Band jedoch machte uns innerhalb einer Minute hellwach, ja, versetzte uns regelrecht in einen Schockzustand. Vor allem der Sänger hatte eine derart starke charismatische Ausstrahlung, wie ich das vorher noch nie bei jemandem erlebt hatte. Der ganze Saal befand sich binnen Kürze in einem Ausnahmezustand. Man kann das schwer beschreiben, dieses Gefühl der „Stunde Null“, bei dem alles andere und vorige erlöscht und man nur noch in der Zeit, im Augenblick lebt, es keinerlei Hindernisse und Gesetze mehr gibt, und man auch nicht weiß, ob man das überleben wird oder nicht, letzteres aber völlig unwichtig erscheint. – Doch es war eigentlich unerheblich, was dabei speziell in diesem Konzert alles geschah. Daß da ein alter Mann nackt auf der Bühne tanzte, oder es nach dem Konzert etliche Crashs gab, weil die Besucher jede rote Ampel überfuhren, ist nicht das eigentlich Bedeutungsvolle. Das Wesentliche war, daß hier die Rockmusik, die Rockrevolution wieder in ihrer ganzen Kraft, ja, vielleicht noch stärker denn je auferstanden war! Da gab es keine großartigen Solis und Selbstproduktionen von Stargitarristen mehr, auch keine psychedelischen Töne für Träumer, nur noch fetzigste Rhythmen und Hymnen, mit denen schnell der Durchbruch und Einbruch zum/ins Innerste der Zuhörer gelang, die Zerschlagung aller Blockaden, die Auflösung aller eingefahrenen, verkrusteten Strukturen dieser immer spießiger und krampfhafter werdenden, festgefahrenen Gesellschaft. Da flohen die jenseitigen Besessenheits-Geister (Egos) in Scharen aus ihren Opfern, bei diesen Entgeisterung und Panik auslösend. Obwohl ich die Textinhalte dieser Songs nicht genau verstand, nahm ich deren Inhalte intuitiv auf, ja veredelte, verbesserte sie sogar. Es war also gar kein Nachteil, daß man die Texte nicht genau verstand (und später ebenfalls kaum verständliche Texte sang), sondern damit steigerte sich für uns noch die Möglichkeit, unsere Message auf eine innere Herzensebene zu erheben und zu glorifizieren. Es genügten einige wenige verständliche kurze Satzphrasen, und man wußte, worum es ging. Zwar war ich kein „Antichrist“, doch deckten sich dennoch viele der tatsächlichen textinhaltlichen Botschaften dieser Band namens Sex Pistols http://www.youtube.com/watch?v=ICXdQR1VVhw oft verblüffend mit meinen ureigenen Anliegen der Bloßstellung und Überwindung der modernistischen spießbürgerlich-verlogenen Konsum- und Endzeitgesellschaft. Ich wurde von den Pistols mit einem Schlag wachgerüttelt aus meinem Phlegma! Sie sangen und brachten „Anarchy for the U.K.“! Ich fühlte, daß ich nun auch „Anarchy für Oberschwaben“ bringen würde.

1976, Reny&the Razorblades, (http://www.youtube.com/watch?v=e0SsfKEewb4&feature=related vermutlich erste deutsche Punkband):  Zurück aus England spürten alle schnell meinen energetischen Wandel. Viele konnten nicht verstehen, weshalb ich plötzlich nicht mehr Sologitarrist bei COR bleiben wollte. Aber diese Musik war nicht mehr das, was ich nun unter Rockmusik wiederverstand, und so begann ich bald mit neuen Musikern im neuen alten Stil zu spielen. Ein Bassist namens Georg Gerlach und Wolfgang Fesseler am Schlagzeug bildeten zusammen mit mir die erste Besetzung. Später wechselten lediglich die Schlagzeuger. Wir begannen mit den Konzerten ohne jegliches Üben vorab, weshalb sich eine Form reiner, sehr einfacher aber dennoch äußerst fetziger Lifemusik, die stilistisch etwa zwischen den Pistols und den Ramones lag und von uns in jedem Zustand, auch betrunken, noch gespielt werden konnte. Da wir ja zudem nicht zu der Sorte von Jungmusikern gehörten, die neu auf ihren Instrumenten begannen und diese noch nicht wirklich beherrschten, brachten wir all unsere Kraft ungebremst ans/ins Publikum. Der Effekt war durchaus ähnlich wie bei den Pistols. Meistens brach nach wenigen Minuten bereits Panik aus, gab es Tumulte, hatte man die Steckdosen zu verteidigen, oder wurde sogar gefährlich angegriffen von wahnsinnig gewordenen Panikern. – Doch im Nachhinein begriffen dann viele, was da wirklich mit ihnen geschah, und sie kamen beim nächsten Konzert wieder, dann jedoch bis zum Umfallen begeisternd mittanzend. – Ich kann in diesem Rahmen nicht allzu viel über diese Konzerte schreiben. – Wiedererlebbar werden sie dadurch ja ohnehin nicht. Es genügt wohl zu sagen, daß sie oft zum einmaligen lebenslangen und prägenden Erlebnis für viele Beteiligten wurden, man also noch Jahre und Jahrzehnte später darüber sprach. – Vielleicht noch erwähnbar ist, daß mit dem Erfinden des bezeichnenden Begriffes „Punkrock“, etwa nach einem Jahr unserer Spielzeit, diese befreiende Schockbehandlung („shock treatment“ Ramones http://www.youtube.com/watch?v=6m1HT9PvCjE ) des Publikums nicht mehr im gleichen Maße gelang, sondern man sich dann bereits „intellektuell“ darauf eingestellt und innerlich verschlossen hatte. Wir konnten im Gegensatz zum ersten in den folgenden Jahren dann auch stets länger als 10min spielen. Dennoch selten länger als eine halbe Stunde, weil dann dem Schlagzeuger das Blut aus den Händen spritzte und/oder die wild tanzende Menge und auch wir selber völlig K.O. waren, ggf einfach umfielen und liegenblieben. (Solche Knockouts wurden damals gelegentlich auch durch sogenanntes Headbanging unterstützt.)

Die Rockparties: Da ich aus London diese neuen Musik gleich auf Vinyl mitgebracht hatte, verwandelten sich umgehend auch unsere Gäste, Feste und Parties samt Publikum. Alles, was irgendwie schon nach „vornehm“ roch oder irgendwie verbürgerlicht-kleinkariert war, war nun verpönt und distanzierte sich respektvoll. – So z.B. die bürgerlichen Bierzeltler und sogenannten Schweinsköpfe, alle HygienistInnen (auch Zahnbürstler oder Weißkragen genannt), alle vornehm-eitlen Pinkel und sich dem modernen Lügenssystem anbiedernden „Aufsteiger“, alle Intellektualisten (auch Hirnwichser oder „(h)interleckshuls“ genannt), alle PoliTickerInnen, … Auch allen faulen Hängern, Kiffern und Indienfreaks wurden unsere nächtlichen Tanzfeten, in denen bis zum Umfallen getobt wurde, „too much“. Selbstverständlich betrieb ich immer einige große P.A.Boxen im Wohnzimmer, durch die lifesound erzeugt wurde. Meine Plattensammlung war(ist) die beste weit und breit. Es ist jedoch eine nicht geringe Kunst, die richtigen Platten zum richtigen Zeitpunkt aufzulegen. Dies besorgte ich den gesamten Abend, mittanzend und inspirativ immer genau entsprechend der Stimmung das passende Stück auswählend. Bereits ein falsches Stück konnte die Begeisterung tief absinken lassen. Mehrere hätten die Party aufgelöst.

Bei alledem konnten meine bisherigen Bräute leider nicht mehr mithalten. Die Lehrerstudentin vom Lande erschien schon länger zu brav und wurde nicht mehr besucht, bei der Neuen aus London stellte sich bei einem Besuch bei ihr heraus, daß sie Tochter des Schweizer Justizministers war und dabei doch etwas zu v(ornehm)erzogen worden war. Es zählte für uns keinerlei Stand oder Besitz. Ob jemand Geld hatte oder nicht, war völlig egal.

Rausschmiß aus dem Studentenwohnheim: Vielleicht sollte ich hier noch kurz einfügen, daß ich/wir bereits im Sommer 1977 von der dortigen KBW-Politgruppe per „Abstimmung“ (es waren nicht einmal die Hälfte der Bewohner anwesend, so daß jene nach mehreren Durchgängen eine Mehrheit von nur einer Stimme, 13:12 erreichen konnten) aus dem Studentenwohnheim auf äußerst dramatische Weise ausgewiesen wurden. Die Szenen erinnerten mich später an eine Hinrichtung der früheren Könige durch die revolutionären Kommunisten/Freimaurer. Die waren nahe dran, mich zu lynchen, verschafften jedoch ihren diesbezüglichen Gefühlen nicht die nötige Freiheit. – Nach einigen Wochen des fahrenden Zigeunerlebens in unserem Bandbus, während jenen wir an manchen Morgen beim Öffnen der Augen erst einmal eine MP von Terroristenfahndern vor der Nase hatten, bekamen wir in Staig, einem Nachbarort von Blitzenreute, dem Dorf meiner Kindheit, ein altes Bauernhaus. Die Zeit der ersten offenen Punk-WG Staig, am Bach 99 konnte beginnen. Dort erst konnte sich all das vollends entfalten, was im alten Lungen-Krankenhaus viel zu eng und für die anderen auch kaum tragbar begonnen hatte. Folgende meiner Grundprinzipien führten automatisch zu dem, was man eine offene, freie Wohngemeinschaft nannte.

  1. Ich wollte, daß jeder Mensch zu mir kommen und bleiben kann so lange er/sie will. Es wurde deshalb nie weder Haus noch Schlafzimmer abgeschlossen, so daß der Zugang selbst in mein Bett stets frei war.
  2. Ich wollte ebenfalls, daß keine Regeln aufgestellt sondern frei gelebt werden kann. Es durfte also z.B. von niemandem Geld oder Arbeit oder sonstetwas verlangt oder auch nur erwartet werden. Somit gab es, anders als in den anderen WGs, keine Haushaltskasse, keinen Küchen- oder Putzdienst, keine Arbeitsverteilung etc. Jeder konnte stets kommen und gehen, tun und lassen wann und was er/sie immer wollte Wir fragten jemanden nicht einmal nach dem Namen, wenn er/sie ihn nicht sagte.

Nun waren zwar obige Regeln auch in sich schon wieder Regeln, doch führte ich diese ja eben zu dem Zweck ein, damit niemand seine/ihre Zwänge einführen konnte! In gewisser Weise war ich zwar stets der Kopf der Sache, also ein Führer, doch eben ein solcher, der Freiheit und Leben für alle anstrebte. Es sollte sich vor allem niemand einnisten können, der/die uns dann irgendwelche sattsam bekannten speßbürgerlichen Dogmen aufhalsen oder solche gar mitttels „demokratischer Abstimmung“ einführen will. Ebenso bestand quasi eine Aufforderung, ja Verpflichtung, wenn man so will wiederum ein Zwang, frei, offen für alles und alle zu bleiben und das, was man tun will, auch unmittelbar und angstfrei in die Realität umzusetzen.

Mein Dilemma: Dieser mein Freiheitsanspruch versetzte mich jedoch noch in ein anderes, erhebliches Dilemma, denn er vertrug sich sehr schlecht mit dem Anspruch der Treue und Verbindung zu und mit nur einer Frau. Zog eine Freundin nicht mit ins Haus, dann ging das noch so halbwegs gut mit der Offenheit. Doch lebte sie ganzzeitlich bei und mit uns, dann wurde durch sie quasi automatisch mein Haus, zumindest aber mein Bett verschlossen. Es kam die Eifersucht, das, was man Beziehungskeilerei nennt. Und selbst wenn eine Freundin (eigentlich waren es ja alles Frauen, mit denen man geschlechtlich verkehrte) keine Eifersucht gezeigt hätte, hätte ich mich damals nicht mehr für weitere Frauen offen oder auch vor Nebenbuhlern sicher fühlen können. Es gab da z.B. den Karl in der Nachbar-WG, der es immer wie besessen auf meine Frauen abgesehen hatte. Sie gefielen ihm aber dann, wenn er sie hatte bald nicht mehr. Unter obigem Dilemma und dem Effekt, daß meine Frauen unter meinem Einfluß stets enorme Strahlkraft und Schönheit erlangten und somit sehr attraktiv für andere Männer wurden, hatte ich mein Leben lang zu leiden und entstand vermutlich auch später der Insel-Gedanke nach einem sicheren Platz für alle, die mir lieb sind und vor allem auch ohne all jene, die mich nicht mögen oder ich sie. Daß Freiheit bzw Lebensqualität auch wesentlich davon abhängt, ob man mit und unter echten Freunden leben kann, wurde mir bald klar. Nur erkannte ich noch nicht, daß zu all jenen, auf die man sich wirklich verlassen kann und soll, in erster Linie die eigene Familie, die eigenen Kinder zählen. Denn schon durch diesen unseren anderen damaligen Lebensstil war bereits der Bruch mit der bürgerlichen Lebensweise und allen, die darin gefangen waren, besiegelt worden. Damit schied bereits die Elterngeneration aus und blieb zunächst nichts anderes übrig, als sich eine neue „Wahlfamilie“ aus Freunden und Gleichgesinnten zu bilden.

Entstehung von Punkmode und Punkerleben: Es wurde von uns damals einzig und allein das Wesen einer Person gesehen und betrachtet. Nur äußerliche Schönheit war also bei Frauen nicht entscheidend und vertrug sich oft nicht mit dem gewissen Etwas, der Orginalität eines Menschen, die zählten. Es war für mich stets reizvoller, zumindest einen kleinen Fehler, etwa eine Zahnlücke oder eine Unregelmäßigkeit im Gesicht zu sehen. Ohnehin war mann damals mehr „Po-orientiert“. Auch lange Haare und Beine, und vor allem die (Liebes-)Strahlung einer Frau waren entscheidend. Kurzhaarige, Brillenträgerinnen, Dicke, Pillenschluckerinnen, wurden nicht „erkannt“. Manche Schönlinge, die später z.T. zu uns stießen, machten aus diesem nicht mehr schön, sondern orginell sein Wollen dann freilich wiederum eine Mode oder Pflicht. Ich kann mich daran erinnern, daß einige, da nenne ich jetzt mal keine Namen, sich nachts Salamischeiben aufs Gesicht legten, damit sie danach wenigstens ein paar Pickel bekamen. Ich mochte bereits damals keinerlei Kosmetika und empfand es als Betrug oder Lüge, wenn jemand seine Gerüche vertuscht und/oder mit anderen ersetzt. Wieso soll eine Frau z.B. nach einem Pfirsich duften! Wenn sie eine Frau ist, dann will ich doch sie riechen und nicht einen Pfirsich! Und wenn (mir) da was „stinkt“, dann soll das nicht betrügerisch weggeputzt werden, sondern mich vor etwaigem „Zugriff“ abhalten. Ich liebte stets deftig gewürzte Speisen und mochte durchaus auch deftige Körper-Gerüche, wenn sie durch Natürliches entstehen. – Z.B. wenn man Großmengen an Zwiebeln ißt, und diese dann nachträglich wieder aus den Hautporen duften. – Unsere Nahrung bestand während dieser insgesamt vier Jahre dauernden Lebensphase tatsächlich oft zum Großteil aus Zwiebeln, Bier oder Wein, und Schwarzwürsten (roh fermentierstes Schweineblut und –Fett), womit wir genauer besehen schon eine sehr rohkostnahes Ernährungssystem gefunden hatten, das uns enorme, aber auch „schweinische“ Energien erbrachte.  Zum Spaß schmierte man sich damals auch gerne die Rotschmiere von Limburger Käsen hinters Ohr, eine feine Parfümdame nachäffend. Jegliche Mode, das Waschen und Wechseln von Kleidern, das Leben nach Schemen und Plänen, jede bürgerliche Laufbahn und Zukunft … wurden abgelehnt! Man lebte und liebte „here&now“ nach der Maxime „do anything you wanna do“ und gewann täglich mehr Lebens-Energie daraus und damit. Es gab kein Theoretisieren, keine Diskussion, Fernseher und Filme galten als das Letzte, als etwas für „Spanner“ und „Wichser“. Man hätte bei uns jedoch jeden Abend einen neuen Film drehen können, der besser gewesen wäre als jedes Fernsehprogramm. (Dachten wir zumindest.) Bücher wurden ebenfalls kaum gelesen. Wenn, dann las man Charles Bukowski. – Dessen Erzählungen aus dem Penner- und Prostituierten-Millieu erschienen vielleicht in manchen Punkten dem ähnlich, was zumindest die Alkis unter uns lebten, doch gab es da schon noch entscheidende Unterschiede. – Das bei Bukowski geschilderte Schmutzige, das Huren-, Alkohol-, Bierdosenmilleu war niemals meine Ebene. Auch wenn ich sicherlich „Antihygienist“ war, so war ich doch immer ein Herzensmensch, intuitiv, inspirativ lebend, der niemals, weder Mensch noch Tier bewußt Böses zufügte, sondern immer für alle das Beste wollte und vor allem auch das Beste aß und trank. Das gemeinsame „Abheben“ durch gemeinsam erreichbares Hochgefühl war sowohl zuhause bei den allwöchentlichen Disco-Parties, als auch bei den Life-Konzerten Hauptziel. Das Gemeinsame sich Hochentwickeln, zu einem besseren Leben finden fand stets möglichst greifbar und real, sowie völlig ohne Drogen statt und blieb mein Streben bis Heute. Es wurde zwar so viel Wein und Bier getrunken, als man nur konnte. Doch konnte ich nur dann trinken, wenn und solange es mir gut ging.

Als ich „endlich“ meine Haare schnitt: Es tat mir auch oft leid, daß meine Eltern mit meinen Lebenswegen nicht zufrieden waren. Immer hatte ich die Bitte meiner Mutter, ich solle doch „die langen Haare schneiden und anständig herumlaufen“ im Ohr. Als wir eines Tages von einer alten Frau, deren Mann gestorben war, dessen Garderobe geschenkt bekamen, beschloss ich, meine Mutter mit „anständigem“, bürgerlichem Aussehen zu beglücken. Ich besuchte den ältesten und biedersten Friseur den ich finden konnte in der Absicht, mir einen möglichst traditionellen Haarschnitt verpassen zu lassen. „Hindenburgschnitt“, dieser Name erschien mir dann passend aus seinem Repertoire, und so schnitt mir der erfreute alte Friseur die langen Haare ab und machte mir eine Stehhaarfrisur mit obenliegender ebener Platte. Dazu wählte ich eine „Trenker-Cordhose“ mit Hosenträgern und die Jacke eines hellen Anzuges. Als ich dann damit nach langer Zeit mal wieder einen Besuch bei meiner Mutter machte, in der Hoffnung, ihr nun zu gefallen, fiel diese jedoch fast in Ohmacht. „Um Gottes Willen, Reiner!!!“  … Ich konnte nicht begreifen, warum ich jetzt noch schlimmer aussehen soll und ließ mich die nächsten Jahre nicht mehr blicken. – Was ich jedoch einmal angezogen hatte, zog ich so schnell nicht wieder aus. Ich unterhielt ja auch keinerlei Kleiderlager oder –Schrank, sondern begnügte mich mit einem Set. Die Kleider wurden also nicht gewechselt, doch sie verschlissen und zerrissen bei diesem Lebenswandel ggf schnell, so daß sie geflickt werden mußten. Wozu natürlich Nadel und Faden fehlten, so daß man Sicherheitsnadeln benützte. Wenn doch irgendein Stoffetzen gefunden und über ein Loch oder einen Riß genäht wurde, geschah das natürlich ganz und gar nicht kunstvoll oder stilgerecht. Ggf wurde auch noch einer unserer Leitsprüche/Slogans auf den Stoff (oder an die Wand) geschrieben. Etliche dieser Sprüche waren orginelle Umkehrungen oder Abwandlungen bekannter Idiome. So etwa: „Ohne Fleiß, kein Scheiß!“ Oder: „Das Fleisch ist willig, …und der Geist schwach..“ Oder: „Lieber zu viel essen, als zu wenig trinken!“ … Und so verwandelte sich die zunächst „vornehme“ Garderobe immer mehr in eine doch nicht mehr so noble. Die Opa-Cordhose wurde bald wieder durch eine enge Jeanshose ersetzt und eines Tages nahm ich dem Schäferhund einer Freundin (Paula Zisterer), der sich zu meinem Ärgernis ständig mit zu uns ins Bett legen wollte, sein Halsband ab und trug es selber. Das Halsband mit baumelnder Leine, sowie einer scharfen Rasierklinge (die ich schon länger trug) daran befestigt wurden danach weitere quasi spontan zugehängte Attribute meines illustren Outfits, das zu meinem Erstaunen dann bald von vielen kopiert wurde. Daß aus meiner/unserer Antimode später wiederum eine kommerzielle Moderichtung wird, die auch wieder teuer bezahlte Kleider herstellt, hätte ich zu dieser Zeit nie gedacht und niemals gewollt. Selbst die scharfe Rasierklinge, an der sich mancher in den Finger schnitt, als er fragte, „ist das eine echte“ und sie dabei anfaßte, gab es dann später als Schmuckanhänger. – Selbstverständlich nicht mehr scharf.

Die Küferstöchter: In all diesen heftigen Musik(er)Zeiten (1976-80) gab es auch stets Frauen und Episoden mit diesen, die ich hier nicht allesamt beschreiben kann. Es war aber klar, daß sich in diesen unseren Lebensstil nicht alle gleichermaßen gut einpassen konnten. Es gab daher nur wenige, eigentlich nur eine einzige, die ab dem Rutenfest 77, während dem sie sich an unseren Bassisten hängte und diesen bis an ihr Lebensende nicht mehr losließ, fortlaufend bei uns war, und das war „Kiki“ (das Hühnchen) Sie war eigentlich ein eher schwächliches Mädchen, und auch nicht meine, sondern des Bassisten treue Freundin, dennoch brachte sie ihre speziellen Highlights in unsere Gemeinschaft und war bis zu einem bestimmten Punkt auch Freundin von mir. Sie schlief nicht mit mir, doch bestimmte Dinge, die sie im Verlaufe einer Fete manchmal wollte („brauchte“ und daher auch erhielt), konnte ihr der Schorschi nicht geben. So z.B. konnte es in unserer nur mit Rotlicht ausgestatteten Wohnzimmerdisco im Erdgeschoß am Bach mitten in Staig vorkommen, daß nach dem Auflegen bestimmter Musik (von Tom Petty&the Heartbreakers( http://www.youtube.com/watch?v=5BvgGTM3W3Y  http://www.youtube.com/watch?v=YIv_MLCfH1Y ) unsere Frauen mit Striptease-Shows begannen. Mit Strapsen und entsprechender Unterwäsche versehen erfreuten sie damit interne und externe Zuschauer. Nachbars Opa vom Bauernhof berichtete anderntags immer begeistert, was er alles gesehen hatte. Auch junge Polizisten im Einsatz kamen oft, als wenn sie genau gewußt hätten, wann etwas geboten war. Ob damals schon Abhörsysteme installiert waren? – Sie wurden jedenfalls gerne aufgenommen und bekamen manche „Sehenswürdigkeit“ präsentiert. – Doch Kikis Show war noch spezieller, denn sie liebte es, wenn ich ihr mit meiner Hundeleine den nackten Po versohlte. Stöhnend auf allen Vieren über den Boden kriechend empfing sie die gefühlvoll nicht zu stark und nicht zu schwach dosierten Streiche dankbar, freilich auch gelegentlich zum Schock und Entsetzen mancher Zuschauer, vor allem dann, wenn so etwas zu vorgerückter Stunde irgendwo außerhalb, also bei einer Party anderer geschah, zu der wir nur eingeladen waren. – Es kam bei uns jedoch trotz alledem nie zum sogenannten „Gruppensex“ oder ähnlichen wüsten Orgien, da, sobald man sah, daß sich Intimes anbahnte und keine Musik mehr aufgelegt wurde, alsbald jemand diskret das Licht löschte und man&frau dann allein gelassen wurden. Zu allen Frauen empfand ich immer und stets zumindest Zuneigung, eigentlich Liebe! Ohne, dh bloßer Sex war mit mir nie möglich. Das Herz mußte dabei sein, war vorrangig. Wir wendeten da jedoch gelegentlich einige Kniffe an, die etwas nachhalfen, wenn eine Frau zunächst nicht als attraktiv empfunden wurde. So z.B das „Schöntrinken“, das funktionierte, indem man sein Eigenniveau durch Trinken, (Fr) Essen und Tanzen so weit  absenkte, bis quasi die Ebene der Frau erreicht war und sie gefiel. – Was meistens der Fall war, wenn sie sich zu nahe bei mir, bereits innerhalb meiner Aura aufhielt, die dann sehr viel Rotstrahlung und Kraft besaß und bereits dazu tendierte, das gesamte weibliche Geschlecht an und in sich zu lieben, also zwischen den einzelnen Vertreterinnen dieser Gattung keinen großen Unterschied mehr zu

Anm.: Bei folgenden Frauengruppen half  jedoch auch Schöntrinken nicht. Ich wollte mich bis heute solchen niemals freiwillig nähern: Brillenträgerinnen, Dicke, nach Kosmetika stinkende bzw mit Lippenstift und Makeup „lackierte“, Raucherinnen.  – Eine natürliche „Sperre“ hatte ich stets gegen die körperliche Nähe meiner Mutter und empfand ich später auch meinen erwachsenen Töchtern gegenüber. Letzteres als „Inzestsperre“ bekannte Phänomen bezieht sich jedoch ausschließlich auf deren erotische Anziehungskraft, also nicht auf die Herzensebene.

machen. – So konnte es durchaus vorkommen, daß mann auch mal eine Frau beglückte, die man nüchtern und bei Tageslicht kaum beachtet hätte oder sie sogar in der Nacht versehentlich nahm, obwohl man sie eigentlich nicht leiden konnte im Vermeintnis, sie sei eine andere! – Solche „beglückenden Pannen“ kamen daher, daß ich vorab oft nicht ahnen konnte, wer sich alles im Laufe der Nacht in meinem Bett einfinden würde und das dann auch mangels Licht nicht mehr immer sicher festgestellt werden konnte. Der nächtlichen BesucherInnen konnten viele sein, und Schlafplätze gab es meist zu wenige. Noch nachhause zu fahren war angesichts des Zustandes, in dem unsere Feten allgemein endeten, indiskutabel und ohnehin völlig uninteressant.

„Ist der Ruf erst ruiniert,……Trotz alledem glaube ich, daß draußen nicht einmal allzu viel über uns geredet wurde. Ich bin mir aber nicht sicher, denn niemand von uns kümmerte sich um Geschwätz und Leumund. Uns ging es um Ehrlichkeit im Tun und Wollen, und selbst wenn dabei Peinliches entstand, wurde das nicht nur in Kauf genommen, sondern entwickelte sich dies eher sogar zur Spezialität, zum Markenzeichen, auch unserer Band.  – Sündenbock, der Dumme sein, den „Kürzeren“ ziehen, betrogen, übervorteilt werden, Freundin, Wohnsitz, alles… abgeben und verlieren, sich peinlich blamieren und bloßstellen…, lag nicht nur im Wesen unserer Sache, sondern eigentlich auf dem Weg in die Freiheit! – Was konnte man in einer Gesellschaft schon verlieren, in der doch ohenhin alles Lüge und Heuchelei ist und es dort nicht auch nur eine Position gibt, die erstrebenswert erscheint! Ich wußte außerdem: Nach dem Verlieren/Verlust kommt Besseres! – Ich kann mich jedoch daran erinnern, daß wir einmal Besuch von Ordensschwestern der Gemeinde bekamen, die fragten, ob sie vor die vier erdgeschossigen Fenster unseres Wohnzimmers, die ja direkt von der Dorf-Straße her einsehbar waren, Vorhänge machen durften. Wir hatten nichts dagegen, doch fehlte es dann an Jemandem, der diese Vorhänge zugezogen hätte.

Kiki hatte auch noch zwei Schwestern sowie zwei Brüder. Mit ersteren nahm nun wiederum ich näheren Kontakt auf. Die ganze Familie, auch der Vater war uns sehr sympathisch, nicht zuletzt auch, weil er eine Weinhandlung in Ravensburg hatte. Von den zwei verbleibenden Schwestern wurde vor allem die Heidi Braut nach meinem Geschmack. Die dritte war ein sehr anständiges und verschlossenes Mädchen und konnte da nicht lange mithalten. Sicherlich wurde sie damals von den Geschehnissen eher geschockt und hat mich in unguter Erinnerung.

Es gab für mich jedoch bei all den Frauen von damals stets irgendetwas, das früher oder später bremste, das Verhältnis wieder löste. Die Heidi hatte z.B. bereits ein Kind, was sie daran hinderte, ständig zu uns, zu mir zu ziehen. Später, nach unserer Zeit, nahm sie dann harte Drogen und starb an Aids bzw Aidsmedikamenten. (Letztere waren das eigentliche Tödliche an dieser „Krankheit“!) Die Paula hatte ihren Hund, den ich nicht ständig um mich haben wollte. Eine weitere, die Dagmar, war bereits vorher heroinsüchtig und ersetzte dann diese Droge durch mich. „Wenn Du mich nicht liebst, bringe ich mich um!“ – So lautete ihr erpresserisches Hauptdruckmittel. Wenn ich nicht darauf einging sondern lieber ausging, konnte ich anschließend schon die Blaulichter im nahen Wäldchen suchen sehen und sie am nächsten Tag in der Intensivstation des Krankenhauses besuchen. Diese Vampyristin versetzte mich in regelrechte Verfolgungsängste, bis ich sie endlich los wurde. Sie lebte dann noch einige Zeit in Berlin und starb zuletzt an einer Überdosis. Nachbetrachtend ist auffallend, daß sich in und um diese WG viele Selbstmord- oder selbstmordähnliche Todesfälle ergaben. Die Gründe hierfür waren jedoch hauptsächlich die, daß etliche bei uns ein neues, freies und gutes Leben in einer echten und ehrlichen Herzens-Gemeinschaft erfahren konnten, die außerhalb, woanders, selbst in ihrem Familien,… nicht mehr zu finden und leben war. Nach Ende unserer WG gab es das, was es bei uns gab, nirgends mehr, und etliche konnten und wollten sich mit einem Leben unter den Spießbürgerlichen nicht mehr abfinden. Da wir außerdem etliche Menschen aufgenommen hatten, die in der sogenannten Normalgesellschaft kaum oder nicht mehr lebens- bzw gesellschaftsfähig gewesen wären, hatten wir eigentlich stets beträchtliche Leistungen an sozial Schwachen erbracht, die in dieser Qualtität, zu diesem Zufriedenheitsgrad wohl von keiner öffentlichen Anstalt je erreicht werden konnten. – Auch einer meiner damaligen Hauptbegleiter, der fast schon die Funktion einer Leibwache oder Eskorte übernommen hatte, „Geronimo“ (Manfred Welti) genannt, endete später durch Selbstmord, nachdem ihn eine Frau verlassen hatte. Geronimo, der Hühne mit dem Pferdegesicht war ein einmaliges, unbeschreibliches „Orginal“. Der andere, Lollo (Karlheinz Lohr) genannt, lebt bis heute mit meiner Exfreundin Paula, die ich ihm damals mitsamt Hund abgegeben hatte, und hat Kinder mit ihm.

Interessant, im Hinblick auf meinen vorigen und auch späteren Lebensweg jedoch sehr verständlich, war auch, daß ich mich trotz aller Exzentritäten stets noch zu einer Gruppe hingezogen fühlte, nämlich den sogenannten „Müslis“ oder Landfreaks, also zu jenen, die auf irgendwelchen alten Bauernhöfen wohnten, Gärten hatten, und oft auch bereits vegetarisch lebten. – Natürlich fühlten wir uns auch darüber erhaben. Doch die schönen und gesunden Landmädchen vor allem im Allgäu zogen mich mit ihrem strahlenden Wesen immer wieder an. Auch deren Essen schmeckte eigentlich immer gut. – Daß ihre Schönheit und Strahlkraft von diesem Essen und gesunden Leben kam, so weit konnten wir leider noch nicht denken. Wir fühlten uns deshalb damals immer noch eher als „Ficketarier“.

Isny, die schöne Alpenstadt hatte außerdem den besten Rockkeller, „Go In“ genannt, in dem wie bei uns zu fetzigstem Sound gestrahlt, umarmt und getanzt werden konnte bis zum Umfallen. In diesem Rock-Keller spielten wir später sogar ab und zu mit der Band die im wahrsten Sinne des Wortes heißesten Konzerte. Denn die Temperaturen stiegen in dem total überfüllten Keller bei unseren Gigs auf über 40oC. Zur Kühlung gab es nur Bier, mit dem dergestalt „geduscht“ wurde, daß blaue Blitze aus unseren Röhrenverstärkern zischten. Unsere Konzerte endeten dort eher durch K.O. mittels Sauerstoffknappheit. Nach dem ersten dortigen Auftritt  nahm uns eine WG mit für uns neuartig politschem Hintergrund zum Übernachten auf, nämlich dem Feminismus. Die später noch so sattsam bekannt werdenden kurzhaarigen Frust-Frauen, ausgesprochen unweiblich und herrisch, ja beleidigend, herablassend, gegnerisch, an allem etwas auszusetzen, zu meckern habend…  gab es damals erstmals in Ansätzen zu erleben. Solche Frauen wären mir aber ja völlig egal geblieben, denn ich spürte nicht die geringste Lust dazu, eine davon zu „therapieren“, doch in der Nacht kam die Dickste und Unschönste, ich schätze, sie wog an die 100kg, zu mir an den Schlafplatz und wollte, ja befahl mir annähernd, zu ihr ins Bett zu kommen. – Getreu meiner Maximen und Punkerphilosophie lehnte ich auch das nicht ab und tat „folgsam“, was sie von mir erwartete, auch wenns mir schwer fiel. Das Gewicht war so groß, daß ich mich kaum mehr befreien konnte, wenn etwa ein Arm von mir „unterlag“.  Es machte sicherlich auch ihr keinen großen Spaß, doch gelang es mir, sie zu „befruchten“. Daß daraus dann wirklich eine Befruchtung/Schwangerschaft geworden war, erfuhr ich jedoch erst beim nächsten Auftritt. Ich war erfreut, da ich im Innern eigentlich immer für alles Leben(dige) war. Doch sie sagte, sie könne sich mich nicht als Vater vorstellen und habe schon einen Abtreibungstermin, wogegen ich nichts weiter unternehmen konnte. Denn es galt bei diesen Frauen das Motto: „Mein Bauch gehört mir!“ –  Später zeigte sich dann die dortige Frauengruppe äußerst erbost gegen mich, weil ich das „der …. angetan“ habe. Sie kündigten an, mich zusammen zu schlagen, ließen aber dann doch davon ab, als sie erfuhren, wie angenehm und willkommen uns ein Angriff durch jene Frauen gewesen wäre, die wir ja dann auch hätten „(an)greifen“ können. Sie bereute diese Abtreibung später anscheinend sehr, zumal es ja alsbald Mode unter den Emanzen wurde, ein Kind ohne Mann zu haben.

Zwangspartnerschaften nur wegen Kinder? – Es ist hier auch mal eine Überlegung wert, warum gerade diese Frau erstmals schwanger von mir wurde, im Gegensatz zu allen anderen vorab, mit denen ich zu diesen Zeiten stets ungeschützt verkehrte! – Es entstand somit durchaus der Verdacht, daß sich Schwangerschaft erst dann ergibt, wenns mit einer Frau „nicht klappte“, sie also nicht wirklich liebt und geliebt wird. Dieser Verdacht, daß eine Frau quasi erst dann Nachwuchs produziert, wenn sie mit ihrem Mann nicht mehr zufrieden ist oder irgendetwas nicht mehr stimmig, im Fluß, bei Kräften,… ist, ließ sich nie wieder entkräften! – Und in der Tat sind ja dadurch auch viele sogenannte Mußehen zwischen unpassenden Partnern entstanden. – Ich bin mir jedoch sicher, daß es durchaus auch sehr glückliche, harmonische Wunsch-Kinder-Zeugungen gibt. – Auch ich wurde sehr wahrscheinlich 1980 zu einer solchen in München herangezogen, als eine angehende Tierärztin mich auf einer Party forderte, die einen Freund hatte und vermutlich unerfüllter Kinderwunsch bestand. Die daraus sich lt Hörensagen entwickelnde hübsche Tochter habe ich leider bis heute noch nicht kennengelernt.

Umsonst&Draussen Festival in Fischbach am Bodensee: Unter all den vielen Konzerten unserer Band lohnt sich noch eines näher zu beschreiben, weil dabei Aufschlußreiches zutage trat. Es wurden gegen Ende der 70er regelmäßig zuerst Folk– und dann sogenannte Umsonst– und Draußen–Festivals organisiert. Solche eintrittsfreien alternativen Musikfestivals entstanden oft auch als Gegenbewegung oder Konkurrenz zu den etablierten Rockfestivals und gewannen laufend mehr BesucherInnen und Einfluß auf die Jugend. Diese Festivals wurden vor allem auch von jener damals noch in D weit verbreiteten Land–Kommunarden–Szene besucht, ebenfalls von den Drogenanhängern,  sowie von allen politisch „anders“ Orientierten und sich abseits des bürgerlichen Systems Wähnenden. Doch wessen planende Hand hinter diesen Festivals stand, erfuhr man selten und war keinem so recht bewußt, zeigte sich aber dann hier in Fischbach deutlich.

Auch wir waren dort mitsamt Bandbus und spielbereiter Anlage, die wir in dieser Zeit immer mitnahmen, um allzeit einsatzfähig zu sein, beim bunten Treiben dabei. Wir wunderten uns nicht wenig über all die politischen Stände und das, was man von da auf uns einpredigte. Da gab es die Schwulen, dann die Lesben, dann die Pädophilen, dann gab es eine Abtreibungsgruppe, eine Frauen–Kampf–Gruppe (gegen alle Männer pauschal), natürlich auch alle möglichen Esoterik– und Fern–Ostlehren samt –Praktiken, politisch Linke, die sich hauptsächlich dadurch profilierten, daß sie gegen „Rechts“ waren,… usw. Es hieß da, um es auf einen Nenner zu bringen, mann dürfe nun keine Frauen mehr lieben! Denn dann war mann ein „Heteroschwein“!! – Nun wußten wir Bescheid! – Wir waren nämlich allesamt „Heteroschweine“, kein einziger Schwuler, keine Lesbe, erst recht keiner, der sich an Kindern vergriff. Ebenfalls waren wir keine Esoteriker, Drogies, Indienfreaks, Yogis, … auch wenn ich damals noch eine Mantrameditationspraxis (™) ausübte, da mir meine Mutter 76 einen Kurs bezahlt hatte in der Hoffnung, ich würde danach „normal“ werden. – Der Samstagabend kam mit schätzungsweise 30 000 jungen Menschen direkt am Ufer des Bodensees. Offenbar Highlight/Hauptgruppe des Abends und damit des Festivals war eine Formation namens „Brühwarm“, die eigentlich gar nicht aus Musikern bestand, sondern nur ihre Show zu Musik vom Band brachte. „Brühwarm“ bestand aus Männern, meist in Frauenkleidern, Reizwäsche,… etc , und mit hoher Kopfstimme deutschsprachige Lieder mit äußerst vulgären Schwulen–Texten singend. Dabei war auch ein „herber Mann“ als Hauptsänger und Akteur. Die Musik stammte, wie ich später erfuhr, von „Ton, Steine Scherben“ und war durchaus  akzeptabel, selbst die Texte empfanden wir zunächst noch eher orginell und deftig, zumindest sehr offen. Doch bald wurde deutlich, worum es ging. Denn die Typen strippten, zuletzt gab es Analverkehr auf der Bühne. Dazu Songs wie „Immer wieder ficken“… http://www.riolyrics.de/song/id:114  Wenn da Frauen dabei gewesen wären, hätten wir das wohl noch akzeptiert. Doch so waren wir nicht zu

Anm.:  Unmittelbare Nähe, ja, bereits  den Anblick nackter Männer empfand ich stets als abstoßend. Selbst bei schwangeren Frauen spürte ich es, wenn da ein männliches Baby im Bauch war. Gleichgeschlechtliche  innerlich-geistige Verbindungen bzw enge und treue Freundschaften hatte ich jedoch mein ganzes Leben lang.

begeistern. Dennoch nahm die dortige Jugend all das nicht nur gedankenlos an und auf, sondern fühlte sich dabei enorm „frei“ und bereits sehr weit weg von jedem Establishment, quasi in einer bereits neuen Welt und Kultur. Auch ein großer Teil des Publikums lief bereits nackt.

Erst spät in der Nacht kam noch eine englische Band namens „Here&Now“, die akzeptabel war, und mit der wir uns gleich anfreundeten, u.a. auch, da sie Bekannte und Gesinnungsgenossen der  Sex Pistols waren. Diese Engländer wollten natürlich nun auch gerne unsere Band hören, und so beschlossen wir, einfach unsere Anlage aufzubauen und dort auf der Hauptbühne im Anschluss zu spielen. Es war schon spät in der Nacht und die Crew der Engländer blieb für uns am Mischpult. Niemand merkte, daß da noch eine Band kam, de gar nicht auf dem Programm stand. – Kurz vor Morgengrauen begannen dann wir, die „Razorblades“ http://www.youtube.com/watch?v=TZjg_f45OY0 unser Konzert. Binnen weniger Minuten waren die Festivalbesucher hellwach und dabei! Es ist ein sehr erhebendes Gefühl, wenn man 30 000 Menschen mit seiner Herzkraft und –Ebene gleichschalten und hochbringen kann. Und wenn solches noch mit einer Großanlage unterstützt wird, hebt man wirklich ab! Wir spielten etwa drei unserer Stücke und hatten das ganze Publikum dabei. Endlich wieder echter ROCK und kein politisches Gedudel mehr, endlich wieder was Deftiges, sozusagen die unverfälschte UR–Message unserer Bewegung. – Doch dann begann plötzlich eine Person sehr aufgeregt auf der Bühne herum zu rennen und um sich zu schreien: „Die Razorblades sind auf der Bühne!!! Sie ruinieren uns den Ruf des Festivals! Stoppt sofort das Konzert!! …  Wir kannten diese Person sehr gut. Es war der sogenannte „Kommunisten–Eugen“, jener sattsam bekannt notorische Haupt–KBW–Agitant, den ich schon während meines Studiums fortlaufend für den KBW (kommunistischer Bund Westdeutschland) organisieren sah, und der offenbar das Festival im Hintergrund maßgeblich (mit)leitete! – Daß es nun für uns wieder einmal vorzeitiges Konzertende gab und das Publikum dies sehr bedauerte war im Nachhinein gesehen weniger wichtig als die Erkenntnis, wer da also hinter diesen Jugendfestivals und jener damt verbundenen massiven psychopolitischen Infiltration der Jugend steckte. Es dauerte freilich noch Jahre, bis ich begriff, weshalb wir den guten Ruf des Festivals zu ruinieren drohten und jene abendliche „Travestie–Show“ offenbar diesbezüglich nicht schadete! – Man kann das auch wirklich erst verstehen, wenn man den gesamten Sinn und Zweck des Unternehmens kennt, der offenbar wirklich ziel– und planmäßig darin bestand, die Jugend zu infiltrieren mit jenem bis heute überaus zerstörerisch grassierenden Gedankengut der sogenannten Linken bzw des Modernismus–Feminismus. – Wer dieses Gedankengut jeweils im Hintergund einfädelte, ob es also direkt vom Osten aus als Teil eines psychopolitischen Zerstörungs–Feldzuges gegen den Westen eingesetzt wurde, oder aber da sonst noch weitere Hintergrundmächtigen manipulierten, konnten wir selbstverständlich bis heute nicht erforschen.

So gesehen bestand die „Gefahr“ für das Festival durch unsere Band also sehr wohl tatsächlich darin, daß wir all diesen manipulativen Firlefanz mit einem Schlag wegwischen hätten können, in dem wir der Jugend Besseres zeigen und sie, selbst ohne jedes Wort, von unseren Zielen und Wegen überzeugt hätten, die, wenn man sie formuliert hätte, etwa lauteten: Was soll dieses kranke politische Gewäsch! Das riecht nach Schiebung, Manipulation, Verrat! Das ist nicht unsere Bewegung, unsere Message!! Jungs, wacht auf und lebt! Laßt die Drogen und all diese Illusionen fahren! Liebt Eure Frauen! Frauen, liebt Eure Männer! Wir sind nicht schwul, wir sind nicht lesbisch, wir sind auch keine Inder und mißbrauchen keine Kinder…! – Da sind die Commies am Werk, die Euch aufs Glatteis führen wollen!

In die „rechte Schublade“: Es begann in dieser Zeit auch, daß man uns eher in die rechte Schublade stecken und damit verhindern wollte, daß wir noch einmal auf einem (stets links-)politischen Festival spielen konnten. Es gab damals auch noch kleinere dieser Art, bei denen wir das der Jugend heimlich untergeschobene politische „Highlight“ mitunter derart in den Sand gesetzt hatten, daß beim Auftritt der psychopolitisch agierenden Hauptband dann das Publikum den Saal verließ, um diese politintellektuellen Typen (z.B.„Checkpoint Charlie“) nicht sehen und hören zu müssen, die „unerklärlicher“ Weise überall spielten und immer voll ausgebucht waren, obwohl sie niemand hören wollte. Bei etlichen Bands dieser Art genügte offenbar auch bereits ein linkspolitisch linienkonformer Name samt Tendenz zur Förderung des Drogenkonsums, um über Jahre hinweg ausgebucht zu sein. (Wie etwa: „Birthcontrol“) In dieser Zeit spielten wir aus gutem Grunde immer auf der eigenen Anlage. Selbst wenn die große Festival–P.A. noch so verlockend aussah, wußten wir, daß man uns auf dieser abdrehen oder den Sound absichtlich vermatschen würde. Die eigene Anlage hingegen war sicher und wir bewachten zusätzlich die Steckdosen und Sicherungsschalter.

Es gab unter unseren jungen Fans eine Gruppe, die sich einen Spaß daraus machte, die nickelbebrillten Intellektuellen und Kommunisten damit zu ärgern, indem man den Hitlergruß machte, „Heil Hitler“ rief, später auch das „Horst Wessel–Lied“ einstudierte usw. Dies begann also einzig deshalb, weil die Halbglatzen sich so köstlich darüber aufregten. Unsere Fans hatten keinerlei Politik im Sinn! – Doch paßte ein solches Image eigentlich ja nicht schlecht zu den kurzen Haaren. Also, warum nicht auch „rechts“ sein, wenn man damit Aufsehen erregen kann! –– In Wahrheit hatte unsere Sache weder mit den linken noch den rechten PoliTickern zu tun, denn beide Seiten bestanden in unseren Augen aus Krampfköpfen. – Daß in Wahrheit diese Linken aber sehr wohl mit den damaligen Nazis Gemeinsamkeiten hatten, ja, sogar deren unmittelbare Nachfolger waren und noch sind, wurde mir erst viel später zu einer Zeit bewußt, in der der International–Sozialismus und Neokommunismus des weltweit sich etablierenden Zwangs–Systems ähnlich (links–)faschistoide Züge annahm wie damals der National–Sozialismus. Selbst der Rothschild–Abkömmling Hitler war ja richtig gesehen nie ein „Rechter“, sondern eben „Linker“ und entsprang daher durchaus denselben internationalen Weltherrscherdynastien, die damals wie heute die Geschehnisse aus dem Hintergrund lenk(t)en. Somit wird zumindest einer der Gründe ersichtlich und verständlich, weshalb sich die spätere Linke (samt Judäo-Freimaurern, Zionisten,…) oft so übertrieben über Nazisymbole u.dgl. ärgerte, denn „getroffene Hunde bellen“!

Alljährliche Trampreisen: Ich möchte diese Phase meines Lebens nicht abschließen, ohne auch noch meinen alljährlichen Trampreisen (per Anhalter) ein Kapitel zu widmen. Nach jedem Schul– oder Semesterende gab es zunächst die bierseligen Langzeit–Freiluftfeste Rutenfest (in Ravensburg) und Schützenfest (in Biberach), die ich neben den Musikfestivals zu meiner sommerlichen Einstimmung ins freie Leben „on the road“ stets als Initialzünder benützte. Noch zu Schul– und Studienzeiten konnte dabei auch bestens all der belastende, lebensferne Theoriemüll aus dem Kopf gespült werden. Nach dem Rutenfest ging ich dann alljährlich fast schon traditionsgemäß mit Gitarre und Schlafsack ausgerüstet an die Straße und warf eine Münze, um diese die Richtung wählen zu lassen. Es war sehr wichtig bei dieser Art zu reisen, daß man keine fixen (Zeit–)Pläne und Ziele aufstellte, sich am besten keinerlei Vorstellungen machte, keine Wünsche hegte usw, denn damit hätte man sich u.U. sehr zu ärgern gehabt. Die Reise führte jedoch meist schnell auf eine Autobahn und man kam dann an Fahrer, die oft sehr weit fuhren. Es war seltsam, daß ich fast jedes Jahr in London landete. Auch Amsterdam kam mal vor, einmal gelangte ich auch nach Schweden, weil ich in der letzten deutschen Stadt, in der ich erst spät ankam, keinen Schlafplatz, wohl aber eine Fähre nach Göteborg fand. War ich in geeigneten Städten, spielte ich Gitarre in den Gassen, wodurch es nie an Geld und Kontakten mangelte. Von Göteborg aus nahm man mich beispielsweise an einen der idyllischen Seen der nahen Wälder und überließ mir dort eine Fischerhütte. Es war noch nicht lange nach Mittsommernacht, alles war warm, beste Luft, Natur pur… Abends kam dann jene Gruppe von Schweden, für die ich zu spielen hatten, um ihr Fest abzuhalten, das sich stets ähnlich abspielte: Die Schweden besoffen sich mit einem völlig ungenießbaren Fusel gnadenlos und lagen alsbald in ihren Räuschen darnieder. Die Schwedinnen hingegen tranken weniger und wurden melancholisch. Auf zwei bis drei Männer kamen fast 20Frauen, eine hübscher als die andere! Da gab es viel zu trösten! – Daß in diesem Land ein jeder Mann schnell hängenbleiben konnte, wurde mir klar. – Doch für mich gab es immer wieder zu viel, was mich in meine Heimat zurück zog. Noch ein zweites Beispiel möchte ich erzählen, aus dem hervorgehen kann, wie enorm schicksalshaft und –entscheidend solche Trampreisen verlaufen können: Eines Tages an einer Ausfahrt von Amsterdam stehend fragte mich einer, ob ich einen Führerschein hätte. Ich bejahte und bekam daraufhin einen VW–Bus mit der Anweisung, damit nach Frankfurt zu fahren und auf einer Autobahnraststätte zu warten. Der Mann wollte den VW–Bus dort an jemanden verkaufen. Das Geschäft gedieh, und der Verkäufer pries mich beim Käufer, einem Hawaianer namens Durmond Look als guten und zuverlässigen Fahrer an, so daß mich letzterer gleich fragte, ob ich für ihn weiterfahren wolle. Ich stimmte zu und wir tingelten dann durch Deutschland, ohne daß ich dort auch nur noch einen Deutschen getroffen hätte! – Der Mann machte Geschäfte für die U.S.Army! Somit steuerten wir nur noch U.S.Army–Camps an. Es gab da herrliche Plätze, zuletzt am Chiemsee. Schließlich mußte ich noch seine Tochter Leticia suchen, die er nach Europa mitgenommen, doch den Kontakt zu ihr verloren hatte. Als eifriger Sucher fand ich sie in Salzburg. Durmond war kein sehr geschickter Fahrer und deshalb sehr froh an mir. Als wir zuletzt in Rom waren, fand er sich im dortigen Verkehrsgewühl absolut nicht mehr zurecht und verlor stets völlig die Orientierung. Pünktlich brachte ich ihn und auch andere Herren wohin sie wollten und prüfte auch die abendlichen Amüsements im Rotlichtbezirk. Die jeweiligen Geschäftsführer sahen diesen Herren offenbar sehr gut an, daß sie viel Geld einbringen würden und zeigten mir gerne alle charmanten Vorzüge ihres Etablissements. – Ich bekam damals ein Zimmer in unmittelbarer Nähe zum Petersdom, der mich beeindruckte. Als Durmond Europa verlassen wollte, hatte er sich bereits so sehr an mich gewöhnt, daß er mir das Angebot machte, mich fest bei ihm, als persönlichen Begleiter einzustellen und auch nach Hawai mitzunehmen. Ich mußte mich entscheiden! Die weitere Reise wäre zunächst in den Nahen Osten gegangen. Da wollte ich nicht hin. Ich sagte ihm schließlich, ich wolle zu meiner Band und meiner Freundin Heidi an den Bodensee zurück, worauf er mich noch reichlich entlohnte und wir uns dann trennten. – Hätte ich freilich damals schon gewußt, welch enormen Wert ich später einem Wohnsitz auf einer pazifischen Insel beimessen würde, dann hätte ich mich vielleicht anders entschieden!

Stets wohl fühlte ich mich auf meinen Trampreisen in Frankreich, das damals noch den Reiz einer wirklich anderen, freieren und besseren Welt für mich hatte. Heute ist mir weit klarer bewußt, daß dieses sich besser Fühlen, das damals noch besondere Flair Frankreichs in erster Linie mit der besseren Nahrung, genauer gesagt mit den echten Naturweinen und den Rohmilchkäsen (meist aus Ziegenmilch) zusammenhing, von denen ich mich stets hauptsächlich ernährte. Auch dort hatte ich also unbewußt eine fast rohköstliche Ernährungsweise entwickelt! Kein Wunder, daß ich mich bestens fühlte. Ich schlief ja zudem auch noch fast immer im Freien!

Ende meiner Punker–Ära: Die unbeschränkte Offenheit unserer WG wurde zuletzt immer mehr von immer weniger kreativ und inspirativ motivierten männlichen Besuchern aus dem Alkohol– und Drogenmillieu ausgenutzt. Jene „Befreiung“ und „Loslösung“ aus allen Zwängen, mit denen mich diese Saufbrüder fast allabendlich zulallten, wurde immer unerträglicher. Was nützte mir diese Pseudo–Ehrlichkeit von Leuten, die ohnehin nur so lange dauerte, als Bier und Wein da sind? – Auch bei den Konzerten nervte mich das Publikum. War man nur noch dazu da, daß sich einige ihre Köpfe noch dumm und dümmer schütteln konnten? „Punkrock“ war in dieser Zeit auch bereits zur Modebewegung geworden. Kommerzialisierung und Aufstieg der Band wären möglich gewesen. Doch für mich war das ein Zeichen, daß ich mich davon zu distanzieren habe. Als aufgrund der vielen Alkis im Hause das Geld fehlte, ging ich dann im Frühahr 1980 mal wieder in die PaFa–Baienfurt zur Nachtschichtarbeit, für die es am meisten Geld gab. Die Arbeit an den Wuchtschüttlern der „KM3“, einer 300m langen Kartonmaschine hatte bereits sehr an meinen Kräften gezehrt, als ich zuletzt, am Ostermontag–Morgen, nach der üblichen 5km langen Radfahrt durch Schnee und Eis in der Halle vor der stehenden Maschine stand. Ich bekam einen Putzeimer samt Staubwedel in die Hand und wurde in einer Kolonne von sogenannten Gastarbeitern zum Putzen der riesigen Maschine abkommandiert. – Diese meine Putzarbeit brachte mich dann schnell an den entscheidenden Punkt. Ich schmiß den Eimer in eine Ecke, verließ den Arbeitsplatz und radelte zurück. Die letzten Zecher erlebten mich an diesem Morgen gegen 6Uhr nicht mehr in „cooler“ Stimmung, sondern wurden prompt des Hauses verwiesen! – Ich hatte genug von alledem. Ich sah deutlich, daß es mit der Auflösung von Strukturen, mit „Befreiung“ und „Entkrampfung“ allein nicht getan ist, sondern danach auch tatsächlich etwas Neues und Besseres entwickelt werden muß. Doch was das genau war und zusätzlich noch hätte aufgebaut werden sollen, war mir damals nicht klar. Auch mich hatte diese exzessive Zeit ja sehr mitgenommen, innerlich–geistig ausgezehrt und auf innerlich–geistigen Tiefstand gebracht, „abgefuckt“, wie man es damals genannt hätte. Mir fiel deshalb zunächst auch nichts anderes ein, als Arbeit zu suchen. Eine Land&Gartenbau–Firma stellte mich ein. Als ich auf einer Baustelle eines Morgens unglücklich mit der Schaufel in einem Graben stand und hinter einem Bagger herschaufelte, sah und hörte ich in einer nahen Schule bei offenem Fenster einen Lehrer unterrichten und mit den Kindern singen. Mir liefen die Tränen! – Wäre ich doch Lehrer geworden! – Nach diesem Erlebnis bewarb ich mich um eine Lehrerstelle zur Absolvierung der zweiten Lehramtsprüfung für Grund– und Hauptschulen – und wurde bereits im Herbst eingestellt!

Lehrer in Blaustein–Herrlingen: Fast vier Jahre waren vergangen, seit ich die erste Dienstprüfung quasi nebenbei in Weingarten absolviert hatte. Ich hatte viel durchgemacht und mich sehr weit in eine Richtung entwickelt, in die sich ansonsten so schnell kein angehender „Pauker“ entwickelte. Das dortige Kollegium dürfte auch nicht nur helle Freude an mir gehabt haben, erst recht nicht die Bewohner eines nahegelegenen modernen Wohngebäudes, das mir, dem neuen Musik– und Religionslehrer (das waren die Fächer, die ich damals „nebenbei“ studiert hatte und mit denen man damals kaum durchfallen konnte, weil da Lehrermangel bestand) durch Ordensschwestern zugewiesen wurde. Eine „Apartment–Wohnung“ mit Zentralheizung, Teppichböden, Bad, Balkon und Küche. Ich fühlte mich, um es gleich zu sagen, in dieser nie wohl und vermied den Aufenthalt darin wann immer es ging. Diese Wohnung blieb für mich bis heute ein Alptraum, und ich wurde auch sehr oft krank darin, obwohl, das muß gesagt werden, diese „Krankheit“ nicht immer organisch bedingt war, sondern oft daher kam, daß ich erst gegen Morgen von meinen nächtlichen Streifzügen durch die nahegelegene Stadt Ulm zurückkam und noch nicht nüchtern war. Oft halfen dann auch alle Ausreden nichts, sondern mußte ich mit einem Brummschädel in meine Klasse, die mich immer sehr verständnisvoll und umsorgend empfing. Mein Verhältnis zu den Schülern war nicht das eines Lehrers, sondern eines Freundes. Da es mir oft übel wurde, mußten stets die Fenster offenbleiben, oder man ging gleich erst mal raus ins Freie. Ebenfalls setzte ich dann meist einen Schüler als „Vertretungs–Lehrer“ ein und ließ diesen (auch mich) unterrichten. Daß meine Schüler mich sehr lieb gewannen, wurde im Nachhinein noch ein Problem an dieser Schule, denn diese Klasse wollte danach keinen anderen Lehrer mehr akzeptieren. Klar, die konnten mich alles fragen und erfuhren alles. Ebenfalls sahen sie wie ich, daß dieser Lernstoff mitsamt der Methodik des Einpaukens eine äußerst stupide und unnütze Angelegenheit ist. Ich bedauerte sie aufrichtig, daß sie hier eingesperrt werden und sie bedauerten mich. Wir bedauerten und trösteten uns daher gegenseitig. Nach eineinhalb Jahren hatte ich dennoch meine „zweite Dienstprüfung“ in der Tasche und war nun fertig ausgebildeter Lehrer. Ich hätte noch ein halbes Schuljahr bleiben können, doch bekam ich anderswo ein weitaus reizvolleres Angebot. Außerdem wollte und mußte ich dringend aus dieser bescheuerten Wohnung raus, wegen der auch schon eine lange Liste von Beschwerden gegen mich vorlag, die von der Nichteinhaltung der Kehrwoche bis zu „verdächtigen“ Damenbesuchen ging, nach denen gewisse hellhörige ältere Damen offenbar stets genauestens über alle sich dabei ergebenden Vorgänge informiert waren.

Wirt der Waldschenke Weißenbronnen bei Wolfegg: Schon aus meiner frühesten Kindheit und Jugendzeit waren die Waldgasthöfe des Altdorfer Waldes, eines sehr großen 50km langen oberschwäbischen Waldgebietes, für mich Traum und Ziel meiner Wünsche. Der kleinste davon war von der Caritas Ravensburg vom Fürsten von Wolfegg zu Waldsee gepachtet. Da ich nun eine Stelle als Religionslehrer annehmen wollte und mein Vater außerdem ein guter Bekannter des Verwalters war, bekam ich die „Waldschenke Weissenbronnen“ zugesagt. Es gab dort schon lange keinen Wirt mehr, der diesen einsamen, völlig abgelegenen Wohnsitz länger als zwei Jahre durchgehalten hatte. Einige sagten, es spuke in dem im 16Jh gebauten Tuffsteinhaus mit den meterdicken Mauern. Die Gaststätte war tatsächlich organisatorisch sehr schwierig zu betreiben, da sie völlig wetterabhängig und über den Winter auch oft eingeschnien und ohne Gäste war. Doch ich war sehr glücklich. Endlich im Wald, wieder in der Natur! Den Nachteil, daß ich nun in keiner Band mehr spielen konnte, nahm ich in Kauf…. Ein Wasserfall ging unmittelbar neben der Gartenwirtschaft nieder, bestes Quellwasser aus den nahen Alpen führend. Und die gute Luft aus dem umgebenden Fichtenwald! – Es gab damals noch keine Mikrowellensender, und selbst die Fernsehprogramme waren infolge der Talkessel–Lage kaum empfangbar. – Ich begann, diese Gaststätte sehr erfolgreich aufzubauen und zu führen. Gastronomie liegt mir ohnehin in den Genen. Gourmet war ich schon lange. Bereits zu den WG–Zeiten hatte ich, wenn Geld da war, fünfgängige orgiastische Feinschmecker–Menues (nach Wesendonk, „Tafelfreuden für Liebesleute“) arrangiert und mich ansonsten auf altschwäbische Spezialitäten (die Küche meiner Großmutter) spezialisiert. Doch für größere, warme Gerichte gab es keine Lizenz, und so ging ich zunächst einfach daran, aus der gesamten Gegend sowie auch dem Ausland alle Spezialitäten der „kalten Küche“ zusammen zu suchen und zu stellen, so daß sich köstlichste Vespergedecke ergaben. Diese Gedecke brachte ich dann enorm schnell an den Gast, da ich nicht direkt bewirtete, sondern jeder sich sein Gericht samt Getränk unmittelbar an der Theke abholte und gleich bezahlte. Durch diese einfache Vertriebsmethode konnte ich auch plötzlich eintreffende Gästemengen prompt bedienen. Da ich unter der Woche noch Lehrer an der Merianschule in Friedrichshafen war, konnte die Waldschenke nur am Wochenende betrieben werden. Im oberen Stock hatte ich natürlich auch noch meine Discoanlage samt Plattensammlung installiert, so daß sich, vor allem samstagabends im Anschluss, auch wieder die bekannten „heißen“ Rock–Tanzparties etablierten. Daß all diese Aktivitäten es wiederum bald mit sich brachten, daß ich den Schuldienst im fast 30km entfernten Friedrichshafen nach einem halben Jahr dann gänzlich einstellte, ist verständlich. Stattdessen gründete ich nun zusätzlich die

„Musikschule am Gänsbühl“ zusammen mit ehemaligen Mitstudenten, in der ich meine bereits langjährige Praxis als Gitarrelehrer (ich vergaß, darüber bisher zu schreiben) fortsetzte. Ich mietete in einer ruhiggelegenen Zone in der Obertstadt ein kleines Häuschen, das mir geeignet erschien, da es direkt gegenüber einem großen Kaufhaus lag. Nun suchte ich unter den MusikstudentInnen nach geeigneten MitlehrerInnen, mit denen zusammen dann ein genügend großes Spektrum an Instrumentalunterricht angeboten werden konnte. Miete und Nebenkosten wurden einfach anteilig auf die belegten Stunden jedes Lehrers umgerechnet. Diese Musikschule unterrichtete, im Gegensatz zu den städtischen Jugendmusikschulen, vorwiegend auch Erwachsene, so daß ich diesbezüglich offenbar auf eine Marktlücke stieß und alsbald wöchentlich zwei Tage lang hintereinander völlig ausgebucht war.  (Diese Musikschule existiert noch heute 2011!)

Frau Wirtin: Doch auch über meine Frauenwelt zu jener Zeit soll wieder berichtet werden: Meine bis dahin langjährige Freundin K., die Mutter von zwei Kindern war und auf einem Bauernhof auf der anderen Seite des Schussentals lebte, wollte ich in dieses neue Heim nicht mitnehmen, da sie notorisch eifersüchtig war und es für mich mit ihr kaum möglich gewesen wäre, eine Gaststätte zu betreiben, wenn da auch Frauen hingekommen wären. An ihren Platz trat bald (m)eine liebe, unbedarfte und weniger temperamentvolle Töpferin namens Cornelia, die sich allerdings dann bald dem wochenendlichen Gästeansturm nicht gewachsen fühlte und mich oft regelrecht allein sitzen und hängen ließ, sobald Hochbetrieb war. Mit dieser Freundin gelang es jedoch erstmals, mein Dilemma zwischen meiner wunschgemäßen Offenheit allen anderen Frauen gegenüber und dennoch Treue zur bestehenden Freundschaft zu lösen, indem sie einfach an den Wochenenden zu ihren Eltern ging und mir die Gaststätte allein überließ. Sie hatte in einem Nebenraum ihre Werkstatt eingerichtet und verkaufte ihre kunsthandwerklichen Schmuckstücke an die Gäste. – Wieder einmal war, aus Sicht der Eltern, ein ideales Paar entstanden. Wir verdienten auch reichlich Geld und waren eigentlich zufrieden. Da fiel ihr eines Tages ein, nun auch einmal allein in den Urlaub zu fahren auf die Canaren. Von dort hatte sie dann einen Brief geschrieben, dem ich entnahm, daß sie nun einen anderen Mann hatte, was mich natürlich sehr schmerzte. Doch solche Schmerzen dauerten damals noch nicht allzu lange. Obwohl es sich nachträglich herausstellte, daß sie da nur mißverständlich formuliert hatte, war es bei der Rückkehr für sie schon zu spät. Die Hausschuhe eines neuen, wieder sehr jungen Mädchens namens A., das ich aus Ravensburg mitgebracht hatte und von einem Job im Kaufhaus bewahren wollte, standen schon auf der Treppe. Auch mit diesem Mädchen wäre es nicht lange gut gegangen, zumal sie sich anfangs als noch ungeschickt, unwissend und vor allem ungelehrig in (zu) vielen Dingen zeigte. Doch entstand wieder ein Gastwirtsteam, das den witterungsbedingten Anstürmen besser standhielt. Es gab mit ihr jedoch auch sehr bald noch einen weiteren, letztendlich entscheidenderen Grund, mich nicht mehr von ihr zu trennen, nämlich Schwangerschaft! Daß durch sie dann das Haus für nächtliche Parties umgehend geschlossen wurde und die leicht geschürzten Samstagabend–BesucherInnen jeweils nur noch ein– und ein letztes mal anreisten, war für mich damals ebenfalls nicht allzu tragisch, da ich den Alkohol plötzlich nicht mehr vertrug, mich ohnehin zu krank, ausgezehrt, schwächlich,…für nächtliche Umtriebe fühlte. – Als ich eines Abends zu einer Versammlung des Sportfischer–Vereins (wir hatten dadurch Zugang zu einer idyllsich gelegenen Fischerhütte an einem nahegelegenen Weiher) durch den Wald in den gegenüberliegenden Waldgasthof Fuchsenloch ging, wurden mir dort reichlich „harte Drinks“ eingeschenkt. (Man kennt ja diese „feuchten Brüder“ und muß „mithalten“.) Den Rückweg hätte ich schon fast nicht mehr geschafft. Es war noch Winter1983/84, Schnee lag, und hätte ich mich niedergelegt, dann wäre ich wohl nicht mehr aufgestanden.

Kehrtwende und geistiges Erwachen: Ich war nun 30Jahre alt, und es schien, als würde sich der alte Jugendspruch „traue keinem über 30“ bewahrheiten. Bei mir war jedenfalls „die Luft raus“. Ich war gesundheitlich ein Wrack. Ausgezehrt von quasi 10 Jahre dauernden nächtlichen Parties und Zechgelagen mußte ich erkennen, daß es bei diesen damals propagierten „Freiheiten“ Schattenseiten gab, die mich jetzt einholten. Eine „spasmische Bronchitis“ meldete sich, weil, bedingt durch das mir einstens von Ärzten geschlagene „Nasenfenster“, zuviel Schleim in die Lunge floß. Und jeder Raucher, der die kleine Gaststube vollqualmte, verschlimmerte mein Leiden. – Als ich wieder einmal einen Arzt konsultierte, weil ich einfach nicht mehr in der Lage war, den Schleim aus den Atemwegen abzuhusten, meinte dieser, ich müsse jetzt Dauerpenicillin schlucken, ansonsten hätte ich kein Jahr lang mehr zu leben. – Das war ein Schock! Doch anstelle diese Pillen zu schlucken, besann ich mich eines Besseren. Ich kaufte zunächst einige Rauchverbots–Schilder und machte meine Gaststätte zum ersten Nichtraucherlokal weit und breit. Es kam dann ja auch meine erste Tochter zur Welt, die wir Eva–Maria tauften. Einige Wochen zuvor gingen wir noch aufs Standesamt zur Trauung. Was mich dazu bewog, waren hauptsächlich die Gesetze der BRD, die mir ansonsten ja keinerlei Rechte über meine Tochter zuerkannt hätten. Um für alle Fälle für das Kind gute Milch zu haben, beschaftte ich damals auch eine erste Ziege. Bald wurden es zwei und mehr. Hühner hatten wir ohnehin schon. Ebenfalls begann ich nun eifrig zu gärtnern und Bienen zu halten. Mit alledem konnte ich mich bereits etwas stabilisieren. An den langen Winterabenden begann ich auch immer mehr zu lesen und ineressierte mich alsbald vor allem für die geistigen Welten. Ich bahnte mir zunächst so meinen Weg durch irgendwelche mysteriösen Esoterikwerke, bis ich in einem Werk auf ein einziges Zitat jenes Autoren stieß, der im Anschluß quasi mein geistiger Ziehvater wurde, nämlich Emanuel Swedenborg. Ihm habe ich mein religiöses und geistiges Wiedererwachen zu verdanken. Obwohl ich an der Pädagogischen Hochschule bereits Theologie „studiert“ hatte, konnten mir die christlichen Lehren dort nicht plausibel gemacht werden. – Was mich heute keineswegs verwundert, denn man las dort ja vor allem modernistische und sogar offensichtlich antichristliche Werke und Schriftsteller, deren Fehlerhaftigkeit mir nun erst bewußt wurde. – Bald hatte ich die alten und guten Quellen entdeckt. Die Modernisten ließ ich samt und sonders fallen. Unter den deutschen Dichtern empfand ich vor allem mit Friedrich Schiller enge geistige Verbundenheit.

Hinwendung zur Naturkost: Swedenborg brachte mich natürlich auch zur Beschäftigung mit der Bibel, in der ich gleich auf den ersten Seiten für mein Leben Entscheidendes fand, nämlich die dem Menschen im Paradies bestimmte Nahrung! Diese bestand aus allen Pflanzen, Früchten, Samen,… an späterer Stelle flossen im Paradiesgarten auch noch Milch und Honig! – Schon oft zerbrach ich mir den Kopf darüber, warum denn all die freien Tiere in Wald und Feld ohne Mühe und Arbeit leben können und wir Menschen, die wir doch die Krone der Schöpfung sein sollten, offenbar ein derart kompliziertes und mühsames Leben führen müssen. Wie ein Blitz leuchtete mir nun der Hauptunterschied zwischen uns Menschen und den freien Tieren auf! – Wir Menschen essen nicht natürlich, sondern kochen und braten, was ja kein Tier tut, und wovon auch im Bericht über das Paradies kein Wort steht! – Meine/unsere Umstellung auf natürliche Rohnahrung erfolgte fast abrupt, und die damit einhergehenden Veränderungen bzw Verbesserungen waren sensationell! Sowohl geistig als auch gesundheitlich! Ich war begeistert und konnte nicht begreifen, warum offenbar die gesamte Erdenmenschheit davon nichts wußte und diesbezüglich so absolut im Dunkeln tappte. Daß es bereits große Rohkostbewegungen vor allem vor den Weltkriegen gegeben hatte, war mir noch nicht bekannt. Ich hatte in dieser Zeit (1987) auch schon mit dem Schreiben meines ersten Buches begonnen mit dem Titel:

„Das Narrenzeitalter, von der Hölle zum Paradies“, in dem ich in 28 Kapiteln alle mir damals auf dieser Welt, in dieser Gesellschaft bekannten Mißstände, Irrtümer und Fehler sowie deren Lösungs- und Verbesserungsversuche niederschrieb. In der Hoffnung, damit einen echten Beitrag zur Verbesserung zu leisten, sendete ich schließlich mein Manuskript an zwei Verlage, die beide zusagten: Der Swedenborgverlag in Zürich und der Waldthausen-Verlag in Worpswede. Beide Verlagsinhaber (Friedemann Horn und M.F.G.Langer)  kamen zur gleichen Zeit in meine Waldschenke, wo wir uns für den Waldthausen-Verlag entschieden, weil dieser bereits Ernährungs- und Gesundheitsliteratur führte und auch in Deutschland war. Diese Entscheidung bereute ich später sehr, denn die Veröffentlichung wurde nicht nur zwei Jahre hinausgezögert, sondern das Buch nach einem Jahr auch schon wieder vom Markt genommen, sowie sehr teuer angeboten. In dieser Zeit hatte längst ein „Insider“ nach dem Ernährungskapitel des Manuskripts sein Buch „Willst Du gesund sein, vergiß den Kochtopf“ geschrieben, umgehend veröffentlicht und als Bestseller verkauft. H.Wandmaker verdrängte mich auch auf der Frankfurter Buchmesse, als das Fernsehen zunächst eine Reportage mit mir machen wollte, die er dann übernahm. Im Nachhinein war mir auch dies ganz recht. Denn wäre ich nun auf diesem Sektor ins Rampenlicht geraten, dann hätte ich meine eigentliche, wesentliche und wichtige Weiterentwicklung hin zum Natürlichen und der Gottesordnung nicht geschafft, sondern wäre in den Städten, in der Konsumwelt verkommen. So konnte ich mein Naturleben in reinster Umgebung bei bester Luft, reinstem Quellwasser und gesunder, roher, naturbelassener Nahrung weiterführen.

Es entstand dann bei uns im Schwäbischen schnell eine beträchtliche Rohkostgemeinde. Jeden Montag fuhr ich nach Stuttgart auf den Großmarkt und kaufte dort den LKW voll mit Früchten und Gemüsen. Die meisten davon bekam ich als „Ziegenfutter“ geschenkt. Was schon überreif oder mit Fehlern war, lud man mir mit Staplern auf. Auf ähnliche Weise holte ich Großmengen an fast abgelaufenen Rohmilchkäsen aus dem dortigen Zentrallager und verteilte bereits auf der Rückfahrt günstigst an AbnehmerInnen. Dienstags war dann in der Schenke Markttag. Mittwoch und Donnerstag unterrichtete ich an meiner Musikschule, am Wochenende war die Schenke geöffnet, die ich ebenfalls bald zur Rohkostgaststätte gemacht hatte. Ich war es gewohnt, meine Ideen prompt in die Tat umzusetzen und mich von keinem Hindernis davon abhalten zur lassen, alles, was ich für gut und richtig hielt, auch in die Tat umzusetzen. Und so wollte ich natürlich auch kein Bier und keine Würste mehr verkaufen oder gar kochen! Die verderblich dekadenten Gerüche der Kochküche konnte ich außerdem nicht mehr ausstehen. Daß es mit dieser konsequenten Haltung auch Probleme geben könnte, nahm ich ebenso in Kauf wie der Umstand, daß etliche meiner Gäste aus der Umgebung mir Gram waren und fernblieben. – Dafür kamen andere. Manche reisten oft von weit her, nur um unseren delikaten Ziegenkäse genießen zu können…..

Fortsetzung folgt

Liebe/r LeserIn, wenn Du (Sie) meine Lebensgeschichte schon bis hierher mitverfolgt hast, kennst Du mich schon viel besser. Vielleicht sind wir nun sogar Vertraute, Genossen, und sollten uns treffen! Im nächsten Kurier werde ich, so Gott will, über mein weiteres Leben schreiben. Es kämen dabei jedoch weitaus heiklere Themen und Passagen ans Licht und ich weiß noch nicht, ob ich die generell im Internet freigeben kann und soll! Ich bin Dir deshalb über eine persönliche Rückmeldung und Anforderung des Kurier 8 dankbar.

Kurze Nachlese:

Aufgrund meines heute scheinbar strengen Lebens als neunfacher Vater und Selbstversorger könnte leicht der Eindruck entstehen, ich hätte mich radikal um 180Grad geändert und sei nicht mehr auch nur annähernd derselbe wie damals. Sicherlich bin ich kein Chaot mehr und kann mir als Vater einer Großfamilie auch nicht mehr den Umgang mit solchen leisten. – Doch obiger Eindruck täuscht dennoch. Denn meine Grundhaltungen, jene grundsätzlich freie Art zu denken und zu leben, die der sogenannten Woodstockgeneration eigen waren, blieben. Noch heute würde ich es z.B. ohne weiteres akzeptieren, wenn Frauen wie damals einfach zu mir/uns kämen und dann bei mir blieben, solange sie wollten. Auch wenn ich inzwischen bitteres Lehrgeld bezahlt habe, indem ich viele Jahre meines Lebens mit mir nicht ebenbürtigen Frauen verbrachte, die mich auch nie verstehen konnten, und die ich nicht wählte, sondern einfach annahm, weil sie mich einmal gewählt hatten, möchte ich diese grundsätzliche Wahlfreiheit für alle Frauen, die mich/zu mir wollen bis heute nicht einschränken. Ich möchte mich immer noch bzw wieder frei und offen halten für alle, geben was ich zu geben in der Lage bin, und alles erfahren und erforschen, was sich mir durch den Gottesgeist eröffnet. Deshalb halte ich es für möglich, daß ich angesichts der Entwicklung meines Wissens und meiner Fähigkeiten und der sich daraus ergebenden Verpflichtungen, auch gegenüber der Lebenswissenschaft, (noch) nicht bzw nicht mehr das Recht dazu erhalte, mich auf nur eine einzige Frau zu beschränken, die mich dann wiederum auf eine sehr kleine und schmale Ebene begrenzen und meine Person samt Lebensinsel für alle weiteren InteressentInnen unzugänglich machen würde. Ohnehin kann und darf ich eine Frau erst nach absolvierter Umwandlung bzw Regeneration durch natürliches Leben und Essen als wahre Ehefrau anerkennen. (Vorher gehört sie dem Dämonion!) Diese Umwandlungsperiode dauert mindestens sieben Jahre, bei eintretenden Schwangerschaften und Stillzeiten noch diesen entsprechend länger! – Ergo bin ich heute wieder weit mehr offen für ein Leben in Gemeinschaft, wenn diese Gemeinschaft auf Stammes–/Familienbasis aufgebaut wird und bleibt. Natürlich habe ich inzwischen aufgrund meiner reichhaltigen Lebenserfahrungen bei alledem ziemlich genaue Vorstellungen und Ziele. Diese sind dennoch nicht zwanghaft, auch nicht sektiererisch, wenn ich nun all das ausklammere, was zum Scheitern, zu schlechtem und dekadentem Leben, in Krankheit und Elend führt. Ich will einfach keine Irr- und Umwege mehr gehen. Dazu ist mir meine Lebenszeit zu schade! Ich bin deshalb z.B. nicht mehr bereit, mit Menschen zusammen zu leben, die noch Gekochtes oder Fleisch essen wollen, weil ich weiß, welche fataltödlichen Wirkungen die Dekadenzkost hat. Ich lege auch keinen Wert mehr auf irgendwelche Schlamper und Herumhänger, die nicht naturarbeiten wollen oder ihre Arbeit schlampig verrichten. Denn unser gemeinsam erzielbarer Wohlstand, unser Wohlergehen, unsere Wellness hängen unmittelbar damit zusammen, wie gut und reichhaltig wir unsere Nahrung gewinnen. Lebe ich unter Chaoten und EgoistInnen, werde ich kaum guten eigenen Wein trinken und eigenen Käse produzieren und danach genießen können. Je mehr heute gute Kost nicht mehr käuflich ist, desto krasser hängt unser Wohlergehen doch direkt von der Arbeitsqualität und -Leistung aller Beteiligten in unseren Paradiesgartensystemen ab! Die Erfahrung, wie ein perfektes Selbstversorgungs-System aufgebaut und erhalten werden kann, habe ich. Kommen willige und fähige MitarbeiterInnen, dann können wir wie Götter leben, uns hinauf in höchste Lebensebenen entwickeln! – Vom PC hingegen können wir nicht leben! Und selbst das liebestrahlendste „Kristallkind“ der New Age Ära, oder die schönste „Frau von der Venus“ tragen letztendlich nur dann zur gemeinsamen Lebenserhaltung und -Verbesserung bei, wenn sie ökopraktisch ausgebildet sind, gut und gerne alle paradiesgärtnerischen Aufbau- und Erhaltungsarbeiten leisten.und nicht mehr abschweifen, ausgehen, nachtschwärmen,…zurück in die Ziv gehen wollen. Angesichts aller heute von außen auf uns einwirkenden Schadfaktoren (Strahlen, schlechte Luft,…) wirkt sich jegliche Abschweifung und Ablenkung doppelt negativ auf unsere Lebenskraft und –Qualität aus!

Was ich im Gegensatz zu damals inzwischen ebenfalls noch einschränke, ist meine einstige grundsätzliche Bereitschaft, mit jeder Frau umgehend ungeschützt samenübertragend (zeugend) zu verkehren, die dies will, selbst wenn ich sie überhaupt nicht kenne. Zwar ist der Weg zu meiner Schlafstätte, in mein Garten-/Rosenbett heute wieder grundsätzlich für alle Frauen guten Willens, die zu mir und mit mir leben wollen offen, doch möchte ich mich nun nicht mehr so schnell wie damals durch ehelichen Verkehr binden, sondern erst einmal alle anderen harmloseren und unverfänglicheren Möglichkeiten und Ebenen partnerschaftlicher Interaktion zur Disposition stellen. Solange zeugender Verkehr unterbleibt, ist jede Romanze „just a harmless piece of fun!“ http://www.youtube.com/watch?v=sTx6Ft0_c8A  Ob es letztendlich dennoch Angelegenheit der jeweiligen Frau im dazu reifen Alter bleiben soll, wessen Erbgut, wessen Gene sie annehmen und aufnehmen und wessen Frau sie damit (bewußt!) werden möchte, bleibe hier noch einmal dahingestellt. Auch wie sich dieses Frausein dann lebenspraktisch gestalten kann und wird ist hier ja die Frage. Es gibt da viele Stufen und Grade, und vor allem viele zeit–und situationsbedingte Faktoren. Ob und wie lange eine Partnerin oder Lebensschülerin also jeweils bei mir bleibt, die natürliche Lebensweise und -Ordnung annehmen, Frau und/oder Mutter werden wird, wird sich wohl erst im Laufe der Zeit zeigen. – Auch wer zuletzt im ewigen Leben meine Braut sein wird, werden wir vielleicht erst dann sehen.

Ergo: Ich darf mich da nicht mehr auf bloßen anfänglich guten Willen und Treueschwüre verlassen. Krisen können immer kommen. Ein großes Rückfallrisiko bleibt. Doch ohne die erbgenetische Verbindung (biologische Heirat) bleibt Trennung stets für beide Seiten problemlos möglich.

Eins ist sicher: Es entsteht bei und mit mir/uns ein Maximum an natürlicher Lebensqualität und –Energie für alle engagiert mitmachenden Menschen guten Willens. Selbst die anstehenden Entgiftungen und Heilungen kann ich, können wir inzwischen auf vielerlei Weise erträglich machen. Das „Schöntrinken“ mit unserem Naturwein funktioniert zwar nicht mehr ganz so krass bis zur absoluten Dummheit und Kontrollunfähigkeit – denn unser Wein erzeugt eine Sperre gegen Übertrinken, ist keine Chemiebombe und wurde nicht durch Thermisierung zum Suchtmittel gemacht wie die heutigen Handelsweine –  doch bewirkt dieser im Verbund mit gekonnt zubereiteter Paradieskost und dem Leben in den Gärten mehr als alles andere zuvor ein Wiedererwachen und –Erwecken aller marianischen Liebesfähigkeiten und –Strahlungen, nach denen eine jede Frau ihre zivbedingte innerliche und äußerliche Häßlichkeit (Unfähigkeit, Dekadenz, Unwissenheit,…)  bald verliert und dann auch ohne Weingenuß liebreizend und schön erscheint. Insgesamt betrachtet, kann man sagen, daß das gesamte Naturleben desto mehr begeisternd und euphorisierend wird, je mehr, je länger und konsequenter man es lebt.

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