P.I.System/ Landwirtschaft/
Einfachbauten, incl Ziegen oder Kuh (Auszüge aus News
Inhalt: Einfachbauten –Naturhausbau – Selbstversorgerhaus – Stallziegen – Milchkuh – Hühner – Bienen – Hühnerhaltung&Fütterung – Fermentierungsbacken – getreidearme Fütterung – vereinfachte Fütterung – Reiben und Raffeln – Gartennews – Kaktusfeigen/Opuntien – gute Kürbissorten – Mohn – Kartoffel/Mischkulturen – Topinambur – dicke Bohnen
P.I.System-Autor: Reinhold Schweikert
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Natur-Hausbau: Die heute noch üblichen Komforthäuser nützen dem natürlich Lebenden allenfalls noch als Lager für nässeempfindliche Gegenstände und vielleicht gelegentlich als Unterkunft bei Unwettern. Da sie zudem fast immer am falschen Ort, dh naturfern stehen, haben alle Naturfreunde das große Problem der naturnahen Unterkunft und des Schlafplatzes. Wir hier in Portugal haben diesbezüglich den Vorteil, nur über wenige Regentage ein Dach über dem Kopf zu brauchen, können also fast ganzjährig open-air-campen, was ja das beste ist, weil prinzipiell jedes Dach behindert. In nördlicheren Ländern jedoch sind Situation und Klima anders. Man ist weit mehr auf Behausungen angewiesen und sucht überdies Schutz vor technischen Strahlungen und Giftluft. Man kann nun zwar vorläufig mal versuchen, regelmäßig im Wald zu schlafen, sich dort auch schon einen einfachen Unterstand bzw Nässeschutz zu bauen, wird aber damit längerfristig und vor allem im Winter kaum glücklich werden. Zwar behindern heute viele Unrechtsgesetze unsere Rückkehr ins Freie und damit in die Freiheit, in den Wald, doch sollen und dürfen wir uns m.E. von den Falsch- und Knebelgesetzen und ihren Gebern, insbesondere den HygienikerInnen und Bazillen-Phobisten nicht länger einschüchtern lassen. Denn wenn wir überleben wollen, geht das nun mal nur unter Naturbedingungen und nicht dort, wo sich die Zivkranken gegenseitig einsperren, von Frischluft abschotten und „sterilisieren“. - Wie die einzelne Gemeinschaft jedoch zu ihrem Waldgrundstück kommt, will ich hier mal offen lassen. Ein Waldgrundstück bietet heute noch am ehesten Schutz und liefert auch ständig genügend Bau- und Heizmaterial zum Siedeln. Vielleicht ersteht man genügend Land und sät oder pflanzt darauf selber einen Frucht-Wald, vielleicht kann man auch ein Waldstück käuflich erwerben. Der Bau des folgenden Einfach-Naturhauses kann mit Transportmitteln im Prinzip jedoch überall, also auch in jedem großen Garten, ja sogar in einem Stadtpark erfolgen. Folgendes Naturhaus-Bauprinzip erlaubt im Gegensatz zu den bisher von mir skizzierten Einfach- und Schnellbauten, meistens aus Heuballen, ausreichend große Bauten, um darin auch noch Nutztiere bis hin zu Ziegen und Kühen unter zu bringen. Es handelt sich dabei also um ein farmfähiges Selbstversorger/Siedlerhaus.
Ein Maßbeispiel: Wir wählen die Form eines Quadrats mit Seitenlänge 12m und vermessen wenn möglich das Baugrundstück radiästhetisch so, daß die späteren Schlafplätze möglichst nicht auf (Erd-)Magnetfeld-Kreuzpunkten gelegt werden müssen. Man kann dazu auch einfach auf jedem Kreuzpunkt einen (Stütz-)Pfeiler platzieren, dann kann an diese Stelle ohnehin niemand mehr liegen. Wer nicht mit der V-Rute umgehen kann, der verwende mindestens einen Kompaß und baue die Mauern genau nach den Haupt-Himmelsrichtungen, also niemals schräg. Die Außenmauer kann in holzreichen Gegenden einfach aus auf 1m abgelängten Rundhölzern bestehen. Es ist durchaus beabsichtigt, daß Luft durchdringt. Da für solche Holzstapelwände (Höhe mindestens 1,5m) in diesem Falle sehr viel Holz (4×12 – 2m Eingang und Überkantung macht ca 44m Holzmauer) gebraucht würde, können diese Außenmauern auch aus Reisig bzw Astmaterial aufgebaut werden. Hier hängt die zu verwendende Bautechnik davon ab, wie das vorhandene Material beschaffen ist. Es gibt relativ stabile Geäste, die trocken bleiben, aber auch solche, die schnell in sich zusammenfallen und kompostieren. Erstere sind besser für die Mauern, die weicheren hingegen verwende man später als Unterlagen für Schlafplätze oder zur Dachdeckung. Man kann für weniger stabile Geäste auch Armierungen aus Stangen für von uns so sogenannte Füllmauern bauen. Gerade, seitenastfreie Ruten kann man bündeln. Die meisten Geäste haben jedoch eine schmale Seite mit dem dicken Ast und werden dann breiter infolge der Verzweigungen. Bevorzugt solche in einer Gesamtlänge bis zu zwei Metern legt man quer zur Mauerlänge so, daß die Verzweigungen jeweils einmal nach außen, und dann wieder nach innen zeigen. Die in der Mitte der gelegten Geästmauer allmählich entstehende grabenartige Vertiefung füllt man dann immer wieder eben mit weiterem Astmaterial auf, das nun längs der Mauerrichtung geschichtet wird und der Astmauer Stabilität verleiht. Auch mit allen Rutenbündeln kann man stabilisieren und z.B. die Ecken oder den Eingang konstruieren. Ecken können auch aus Stangen in Blockbau-Technik gesetzt werden. In den entstehenden Block-Kästen können dann ggf Hühner, oder auch besondere Bäume platzert werden. Die meisten Verknotungen sollten nach Möglichkeit mit Weiden gemacht werden, um zu viele Drähte und Schnüre zu vermeiden. Solche Reisigmauern können in diesem Beispiel an der Basis mit 2m Breite beginnen und dann nach oben langsam schmaler werden, oder aber man häuft den letzten Astgraben möglichst hoch auf, so daß oben eine Rundung entsteht. Da mit einem erheblichen späteren Einsinken bereits nach dem Beschweren zu rechnen ist, sollten die Reisigmauern möglichst hoch, also 2m und mehr aufgeschichtet werden. Soll solches Einsinken vermieden werden, müssen in diese Außenmauern Tragelemente, etwa in Form von Block-Kästen oder Ständern, eingebaut werden.
Wir bauen nun im Innern der Hausfläche aus jeweils drei oder vier stabilen Balken pyramidenähnliche Ständer (vereinfacht oben Lochbohrung und zusammendrahten), auf die wir die Trägerbalken für das später aufzulegende Innendach legen. Die Ständer stellen wir so, daß ein weiteres Innen-Quadrat 4×4m auf Balkenständern genau zentriert im Gesamt-Quadrat entsteht. Was nun folgt ist nur noch Stangen- und ggf Bretterlegerei und –Verbinderei. Wir erschaffen eine möglichst ebene Stangen-Gitterkonstruktion mit nicht zu großen Abständen und nur flacher Neigung nach außen, auf die wir dann 4m lange Wellbleche von Außen nach Innen legen können. Wir legen das Quadrat so aus, daß die Wellbleche die gesamte Geäst-Außenmauer noch gut abdecken. Denn wird diese zu naß, besteht die Gefahr, daß sie zu schnell in sich zusammensackt und verrottet/kompostiert. – So gehen uns von den 4m Länge mindestens ein guter Meter verloren. (Nach Wunsch können wir deshalb auch längere Bleche wählen) Wer auf Bleche verzichten will oder muß, kann auch mit Folie decken. Dazu muß das Traggerüst etwas engmaschiger sein. Man legt entweder glatte Bretter aus, oder aber beginnt mit vielen Querästen ein trittfestes Astdach zu legen, auf das dann noch Feingras kommt, damit die darüberliegende Folie nicht durchstoßen wird. Über die gut verzurrte und vor allem an den Rändern ausgiebig beschwerte Folie kommen dann wiederum zunächst Weichmaterialien und erst zuletzt wieder gröberes Reisig. Ein solches Dach kann bereits schwer werden und erfordert stabile Unterkonstruktionen. Auch wenn zur Deckung Dachziegel verwendet werden sollen, müssen stabile Standpfosten und Tragbalken her. Noch schwerer und stabiler – ggf aus Naturstein – sollte bauen, wer mit Erde decken, also ein Grasdach erstellen will. Wer gänzlich ohne Plastik und Blech auskommen will, dem seien steile Dachneigungen empfohlen, damit Regen stets schnell genug ablaufen kann. Als Deckmaterialien geeignet sind dann: Ginster, Stroh, Schilf, Korkplatten, Schieferplatten, Schindeln…
Doch zurück zu unserem Wellblech-bedachten Hausbeispiel: Es verbleibt für uns damit eine umlaufende Innenüberdachung von bis zu 3m Raumtiefe und ein Innenquadrat umlaufender Räumlichkeiten von 10 Metern Seitenlänge.sowie ein freier Mittelplatz von 4×4 Metern. Über diesem freien Mittelplatz könnten wir zwar irgendwann auch noch einen Turm (aus Blockbau oder Stein) bauen, oder auch eine Gewächshausfolie ziehen, doch lassen wirs vorerst dabei und benützen den Innenplatz als freie Feuerstelle, von der aus das ganze Naturhaus gewärmt werden kann. Das gesamte Wellblechviereck sollte alsbald noch mit schweren Balken bzw nicht allzu leicht brennbarem Material beschwert werden, damit man das Prasseln des Regens nicht mehr hört und die Bleche bei Sturm nicht wegfliegen. Es hat sich bewährt, die Überlappungen der Wellbleche mit Hohlziegeln oder auch Brettern so zu überdecken, daß Regenwasser auch heftiger Niederschläge darunter stets leicht ablaufen kann. Um das Haus herum sowie ggf auch aus dem Haus heraus ist noch an die Ableitung von Regenwasser über Gräben zu denken.
Der Kostenpunkt eines solchen Hauses dürfte, vorausgesetzt, man muß für das Holz nichts zahlen, auf unter 1000 Euro (für die Wellbleche) liegen. Da in jedem Baum- oder Waldgrundstück ohnehin laufend Ausastungen/Ausforstungen fällig sind, ist solches Baumaterial dort meistens kostenlos. In waldlosen Gegenden ist der Aufbau solcher Einfachhäuser eventuell mit Heuballen sinnvoller, aber dann etwas teurer. Auch müssen Heuballenmauern verputzt werden, zum einen, weil sie sonst laufend Stäube emittieren und brandgefährlich sind, zum anderen, weil ansonsten Nutztiere sie auffressen. Man kann Heuballen mit Kuhdung gut verputzen. Im Winter wird man im Hausbereich auch ein Erdloch graben oder sogar einen Keller ausheben, weil ja bestimmte Nahrungsmittel frostfrei gelagert werden müssen.
Die Bauzeit solcher Naturhäuser beträgt, wenn man mit einem ordentlichen Bautrupp von HelferInnen anrückt, höchstens einen Tag. Wer die Außenmauern aus Natursteinen stabiler haben möchte, braucht etwas länger und muß wahrscheinlich seine HelferInnen im Steinmauerbau erst noch unterweisen..
Die abschließende Einweihungs-Party innen am Lagerfeuer und die anschließende Natur-Übernachtung auf Reisig und Decken entschädigen sicherlich für die aufgebrachte Mühe. Ich hätte gute Lust, solche (Wald-)Häuser an Wochenenden mit P.I.System-SeminaristInnen aufzubauen.
Nachträgliche Ausbau-Vorschläge: Wer die Rundum-Säulen-Überdachung nun unterteilen will, kann dies sehr einfach mit Bretterwänden (oder Heuballen) tun, die er von den Stützpfosten aus zieht. Man erhält dann je nach Teilungsgröße eine Zahl von Räumlichkeiten, die allesamt nach innen, zum Licht- bzw im Winter Feuerhof offen sind. Ich würde dem Siedler vorschlagen, etwa folgende Quartiere zu unterteilen: Schlafraum, Werkraum/Küche (Verarbeitung von Milch, Futterzubereitung, Mühlen, Quetschen…), Lager- und Vorratsräume, Stall für zwei Ziegen incl Lämmerbox, Stall für eine
Anm.: Man kann mit zwei Stall-Ziegen, die richtig gehalten, gepflegt, gut getränkt (Quellwasser) und gefüttert (mit viel Grünfutter, Grünlaub und Rüben, und nur wenig Quetschhafer) werden, so viel Milch (bis zu 5l pro Tag und Tier) ermelken wie ansonsten von zwanzig nur halbwegs ernährten Freiland-Herdenziegen. Die Tiere müssen warm und trocken (Mist und Urin ggf in Wannen mit Sägemehl o.ä. fangen und täglich im Garten kompostieren), dennoch in frischer Luft und natürlichem Licht stehen, dürfen keinen Streß (Konkurrenzkämpfe, mißmutige oder böse Menschen, MW-Strahlung, chemikalienbelastetes Grünfutter …) und kein Leid erleiden, auch Klauen (schneiden), Euter (vor dem Melken reinigen und massieren) und Fell (bürsten, keine Parasiten dulden) müssen gepflegt werden. Endoparasiten sind regelmäßig zu bekämpfen. Die Milch-Ziegen werden bei guter Witterung zusätzlich ausgeführt oder an Freßplätzen gepflockt. Sie sollten sich jedoch mit ihren großen Eutern nicht zu weit und viel bewegen müssen. Bei empfindlichen Großeutern läßt man auch die Lämmer nicht mehr direkt trinken, sondern hält diese nahe der Ziege, aber doch getrennt im Laufstall, in dem sich eine Saugflasche befindet, in die unmittelbar nach dem Melken morgens und abends eine Portion an das Lamm, die Lämmer verfüttert wird. Da man den Lämmern auch alsbald Getreidemehle zufüttern kann, bleibt für den Menschen so stets viel Milch übrig. – Das hier von mir beschriebene Naturhaus bietet für Ziegenhaltung auch in größerer Zahl ideale Voraussetzungen! Es ist mit geeigneten Laufställen (mit Auffangschalen) jedoch durchaus auch möglich, Stall-Ziegen in Zivhäusern zu halten. Wo man Hunde hält, geht das auch mit Ziegen!
Vielleicht erscheinen meine Vorschläge hier manchem Hygieniker bzw Zivbürger abwegig oder gar absurd. Doch man bedenke: Wer Ziegenmilch zur Verfügung hat, übersteht mühelos Krankheiten, kann Kinder und auch sich selbst stets vollwertig ernähren, kann Zivgifte ausleiten, kann ggf einen Liter Milch für 10Euro verkaufen, ist nicht mehr auf krankmachende Kaufkost angewiesen usw!
Milchkuh (Kleinrasse, z.B. Jersey), Stall für eine Hühnerschar mit Hahn, ggf auch noch einen Unterstand für einen Esel. Bienenbeuten wird der Siedler wahrscheinlich eher außen in die Südwand integrieren wollen. Ich würde es jedoch durchaus auch innen mit den Bienen probieren. Wenn diese Insekten sich an den Menschen gewöhnt haben, sind sie sehr zahm. Im Schutz des Innenhofes können sie u.U. sicherer leben. Außerdem bieten sie einen wirksamen Schutz gegen ungebetene menschliche Gäste. Denn sie mögen Leute mit unguter Ausstrahlung und naturfeindlichen Gerüchen (Cookies) oft gar nicht. Auch vor Lärmern und Schreiern, Agressivlingen,… und sogar vor zoffenden Schmoll-Emanzen haben sie nicht den geringsten Respekt! Bienenbeuten müssen jedoch ggf vor Hühnern geschützt werden. (Weitere Feinde: MW-Strahlen, Spitz-/Mäuse und Ratten, Eidechsen, bestimmte Raupen und Käfer, Wachsmotten, Bienenfresser (bienenfressende Vögel), Chemiegifte/Spritzmittel aller Art, naturfeindliche Geruchsstoffe, Regen, Kälte und Wind, Nahrungsmangel.)
Bisher ist in diesem Naturhaus noch weder Licht noch Wasser installiert. Ich möchte auf diese allseits bekannten Zusätze hier nicht näher eingehen. Wer sich eine Solaranlage aufs Dach baut, kann Kunstlicht einbringen. Mehr Tageslicht erhält man ggf auch durch den Einbau von lichtdurchlässigen Dachelementen. Wasser für Tränken wird man vielleicht mit einem Schlauch hereinleiten. – Je einfacher das Haus bleibt, desto pflegeleichter ist es. Wer anfängt zu plätteln muß hinterher kehren und putzen, oder Tiere verjagen. Das von mir konzipierte Natur-Hausbeispiel ist völlig erdbebensicher, bietet ausreichenden Schutz bei Sturm und Regen und ist unempfindlich gegen Überschwemmungen, sofern diese nicht so hoch kommen, daß es beginnt zu schwimmen.
Hühnerhaltung und Fütterung:
Weiteres Detailwissen zur Fütterung und Haltung unserer wichtigsten Nutztiere im Kleintierbereich, der Hühner, wird heute besonders wichtig, weil die Bestände noch frei lebender und frei brütender Hühner inzwischen, vor allem wegen des Vogelgrippe-Schwindels und Wahns, hochgradig gefährdet sind. Ich glaube kaum, daß ein Moderner auch nur ahnt, was uns da gerade an echten Werten verloren geht, wenn nun infolge des kriminellen Einsperrzwangs für Hühner binnen kurzer Zeit Naturbruten drastisch zurückgehen oder die letzten Bestände naturbrutfähiger Hühner zusammenbrechen. In der modernen Ziv-Gefangenschaft brüten Hühner genauso ungern wie Frauen dahinein weitere Kinder bzw KZ-Sklaven gebären wollen. Dennoch ist selbst die Haltung in geschlossenen Räumen und Wohnungen, besser (versetzbaren)Gewächshäusern, durch naturrichtige Vollernährung dahingehend verbesserbar, daß unser Federvieh dort nicht nur hochwertige Eier legt, sondern sogar brüten wird.
Mit unserer gemüsebetonten Hühner-Rohkost erreichen wir jedoch nicht nur gesunde Hennen und Eier, sondern können auch den Verbrauch an Getreide bzw Kauffutter drastisch einschränken. Aber nicht nur wegen der enormen Preissteigerungen werden wir Futter-Getreide reduzieren wollen, sondern auch deshalb, weil genetisch zerstörtes Saatgut bereits über viele käuflichen Futtermischungen in unsere Nahrungskette eingeschmuggelt wird. Die nun als Haus- und leider nicht mehr als Hof-Hühner eingesperrten federigen Opfer des Vogel-Seuchenwahns fungieren überdies als schnelle und sinnvolle Abfallverwerter unserer Naturkosthaushalte. Sie helfen sparen und sichern unsere Proteinversorgung.
Die wahrscheinliche biblische Backweise wiederendeckt!
Beim Experimentieren mit weiteren Verbesserungen hin zur naturrichtigen Hühnerfütterung sind wir auf eine interessante feuerfreie und deshalb natürliche Backmethode gestoßen, von der wir aufgrund bestimmter Bibelstellen annehmen, daß es die in damaligen Zeiten übliche war. Wir hatten zunächst verschiedene Getreide (Weizen und Mais samt einigen Sonnenblumenkernen) grob vermahlen. Sodann raffelten wir für unseren Geschmack zu alt und hart gewordene Hartkäse dazu. Auch sämtliche Eiklar (wir essen ja meistens nur die Eidotter) mitsamt älteren oder angebrüteten Eiern kamen hinzu. Sodann vermengten wir die Masse noch mit soviel Molke, wie das Gemenge in der Lage war, aufzusaugen, ohne pappig zu werden. Nun deckten wir die große randvolle Schüssel ab und ließen sie über Nacht quellen. Als wir die am Morgen wie festgebackene Masse verfüttern wollten, stellten wir fest, daß sie ganz warm war. Sie hatte sich durch die Fermentierung quasi selbst gebacken! Die Temperaturen in der Masse überstiegen die Außentemperatur um mindestens 10Grade oder mehr, so daß wir, vor allem bei heißem Wetter, in Sorge darüber waren, daß uns das Ganze durch zu hohe Selbst-Erhitzung zerstört wird. Jedenfalls, wir hatten damit eine neue Backtechnik, nämlich das Fermentierungbacken entdeckt und kamen alsbald darauf, daß diese im Altertum schlichtweg die übliche Backweise gewesen sein muß. Denn warum schreibt die Bibel über „gesäuerte“ oder „ungesäuerte Brote“? Das kann doch eigentlich nichts mit Sauerteig-Ofenbackbrot zu tun haben! – Unser Fermentback-Brot hingegen säuert nach einer bestimmten Zeit. Ebenfalls unser schon länger lediglich mit Milch gequollenes ungebackenes Weizen-Schrotbrot, das sich zwar nicht wie obiges Hühnerbrot erhitzt, aber dennoch später säuert. Ebenfalls fiel uns dann auf, daß in der Bibel eben nicht von Backöfen, wohl aber von Back-Trögen gesprochen wird. In Backtrögen backt man nicht mit Feuer! Backtröge aus Holz sind jedoch schlichtweg die idealen Gefäße, um genau dieses Ferment-Brot herzustellen, das wir zur Hühnerfütterung entwickelten!
„Hühnersalat“/ Verbesserte Hühnerfütterung mit weniger Getreide
Da, wie nicht anders zu erwarten, die Getreidepreise bereits immense Höhen erklommen haben - sie werden noch weiter steigen – haben wir uns überlegt, wie wir unsere Hühner zusätzlich und dabei sogar noch besser ernähren könnten. Ohnehin ist bei fast allen Haltern die Fütterung weitaus zu getreidelastig. Man denkt, Hühner sind Körnerfresser und glaubt, damit sei’s, getan. Der in Sachen Ernährung völlig unbewanderte Konsumwelt-Bürger wundert sich auch nicht, wenn seine Tiere im Winter oder Sommer keine Eier mehr legen oder nicht mehr brüten. Zur Erhaltung von (Schein-)Gesundheit wendet er dann Kunstvitamine und Medikamente an.
Nun, selbstverständlich ist der Anteil an Grünpflanzen und Gemüsen auch für Hühner sehr wichtig. Wenn wir über wertvolle selbstgezogene Gemüse und zudem noch über Reste von anderen farmeigenen Nahrungsquellen (Milchprodukte, Ölherstellung) verfügen, können wir den Anteil an Getreiden getrost reduzieren, wenns sein muß sogar auf ein absolutes Minimum. Denn unsere Gemüse sind so wertvoll, daß sogar Hühner davon satt werden und prächtig gedeihen. Es geht meistens nur darum, die verschiedenen Gemüse hühnergrerecht zu zerkleinern. Die bevorzugte Form ist die Spaghetti- oder Wurmform. Wir reiben daher z.B. Kohlrüben oder Zuchini auf einer Stiftreibe von Börner oder zerkleinern in der Messerschmitt-Raffel Kartoffeln oder Topinambur. Verwendung im „Hühnersalat“ finden prinzipiell alle Reste von unsere Mahzeiten, die selbstverständlich ausschließlich natürlich/roh (auch die Kartoffeln) zubereitet werden also keinerlei Anteile an Kochkost haben dürfen. (Man darf die Natur-Hühner auf keinen Fall zwischendurch mit Kochabfällen vergiftet, sie können daran sterben. – Kochkost kann auch für regenerierte Rohköstler tödlich sein!) Tomaten können z.B. die Soße im Salat bilden. Auch Grünzeug (Kohl) kann da rein, sollte aber ohnehin ständig in Großmengen vorhanden sein und kann zur Arbeitsersparnis besser getrennt gegeben werden. Man stellt da ein Rundgitter auf, in das man einen Sack Blätter einfüllt und läßt die Hühner auspicken. Man kann in diesen Hühnersalat sämtliche Gemüse mengen, es kann aber dann vorkommen, daß die Hennen, weil sie einige davon bevorzugen, darin scharren, wenn die Futterquelle nicht gesichert ist. Wir hätten also nun folgende Futterkomponenten:
A: Der tägliche Hühner-Gemüse-Salat mit Resten vom Mittagstisch
B: Das Ferment-Backbrot mit Käsemehl, Eiabfällen und Molke
C: Ein Gitter voller Blattgemüse (geschossene Salatköpfe, Kohlarten,…)
D. Das aus den Scharrplätzen (Laubhaufen, Füllmauern, Misthaufen, Kompostanlagen,…) und der freien Weide findbare Zusatzfutter, zum Teil auch aus Insekten und Kleinlebewesen bestehend.
E: Alle erdenklichen verfügbaren Saaten und Samen, etwa aus Melonen, alt oder schon ranzig/madig gewordene Nüsse und Erdnüsse, zerkleinerte Eicheln, Sonnenblumen etc
F: Zusätze wie z.B. zerkleinerte Muschelschalen zur Bildung von besseren Eischalen, etwas Holzkohle, sowie Grit (scharfkantige kleine Steinchen) zur besseren Funktion der Verdauung (Muskelmagen)
Wir sehen, daß in diesem für die Hühner sehr guten Nahrungs-Angebot der Getreideanteil bereits eine untergeordnete Rolle spielt. Ebenfalls wird ersichtlich, daß durch weitgehendes Wegfallen von Punkt D für die Hühner noch nicht die Welt zusammenbricht, wenn mit Zusätzen aus Punkt E und F ergänzt wird. Dennoch sollten die Hühner des öfteren im Freien irgendwelche Haufen zerscharren, also laufend frischen Bodenkontakt herstellen können, um in dieser schweren antinatürlichen Zeit mitsamt ihren Haltern überleben zu können.
Vereinfachte Fütterung und Haltung von Klein(st)-Hühnerbeständen: Wer sich nur ein paar Hühner halten will oder kann und nach unserer Weise ißt, kommt ggf ohne extra gefertiges Hühnerfutter aus. Er/sie nimmt einfach alle Reste aus der Küche, dh von den Mahlzeiten, sowie von den Gemüsen, Nüssen, Käsen, Milchresten…die liegen bleiben oder schon etwas alt sind, gibt alles in eine Schüssel, streut vielleicht noch ein paar Sonnenblumenkerne oder/und mahlt grob etwas Weizen und Mais dazu, und schon sind die wenigen Tiere versorgt. Auch die Unterbringung kann dann sehr einfach in tragbaren Käfigen oder Ställen sein. Sehr robust und raubtiersicher, dh auch für jede Übernachtung im Freien geeignet sind ausgediente Waschmaschinentrommeln aus Edelstahl. Und zwar solche, die mit zwei Flügeltüren sicher verschließbar sind. Die vielen seitlichen Löcher sorgen für eine gute Frischluftversorgung, der durchgehende Boden und die Decke sichern gegen Regen. Selbst Strahlenschutz besteht in den Trommeln dank dem Faraday-Effekt. Man kann darin seine zwei Hühner überall hin transportieren und dann irgendwo draußen im Garten laufen lassen. Die Trommeln müssen jedoch öfters mit frischem Einstreu (Stroh/Heu) versorgt werden, sonst nisten sich Parasiten ein. – Vielleicht besorgen sie einen einfachen Steckzaun, um jeweils irgendwo ein paar Quadratmeter abzuzäunen. Tauglich sind auch versetzbare Gewächshaustunnels. In der Wohnung oder im Wintergarten müßte man eine Art größere Vogelvoliere mit etwas Scharrboden bauen. Man kann Hühner besonders gut zähmen, wenn man sie bereits als Küken oder Halbwüchsige ersteht und großzieht.
Für Kleinsthaltungen empfehlen sich ggf kleinere Zwerghuhnrassen, unter denen jedoch manche (schlanke) Rassen sehr flugfähig sind. Will man keine Zaun-Überflieger, sollte man eher dicke Rassen wählen. Die kleinste gebräuchliche Geflügelart bilden wohl die Wachteln. Je kleiner die Art, umso eher können die Hühner auch mal oder immer in den Gemüsegarten gelassen werden. Praktikabler ist es jedoch, das Federvieh auf zu rodenden Beeten oder in Gartenparzellen gezielt zur Bodenbearbeitung einzusetzen. Eine etwas wildere Hühnerart, die sich größere Futteranteile selber sucht, also sich vermehrt von Insekten und Gras ernährt, sind die Perlhühner, die man nur für echte Freilandhaltungen wählen sollte. Der Kleinhalter wird sich aber wohl im Interesse seiner Eierversorgung je nach Angebot ganz normale mittelgroße weiße, braune, schwarze…Legehuhnrassen halten. Wer Zierrasen und einen Teich im Gartenpark hat, kann diesen anstelle des Rasenmähers besser von Gänsen pflegen lassen. (ca 1000qm pro Tier)
Echte Freiland-Hühnerhaltung soll immer unser Ziel bleiben.- Im Freiland können wir durch gewisse Maßnahmen das Futterangebot so steigern, daß zumindest bestimmte Hühnerrassen in Notzeiten weitestgehend ohne Zufütterung auskommen können. Da wären an erster Stelle Wachteln, Zwerghühner und Perlhühner, nötigenfalls aber auch alle anderen Legehuhnrassen zu nennen. Solche Naturfütterungsmaßnahmen wären:
Aufbau von sogenannten Füllmauern. (Mauern aus Reisig und Grasmaterial, in denen sich unzählige Insekten und Kleintiere ansiedeln, sowie Wachteln und Zwerghühner Brutplätze finden.
Scharrplätze aus organischem Material. Alles erdenkliche Kompostmaterial wird mulchartig aufgeschüttet. Worunter die Hühner dann regelmäßig Kleintiere freischarren können.
Anlagen von Feuchtzonen und Sümpfen, Gär- und Rotte-Mulden… Alles erdenkliche Material läßt, wenn es verrottet, Unmengen von Fliegenmaden und -Eiern entstehen.
Regenwurmzuchten: Solche werden so angelegt, daß Hühner nicht scharren können, aber immer wieder Futterwürmer entnommen werden können.
Offene Klosettanlagen bzw offenes menschliches „Düngen“ im Hühnerbereich. Handelt es sich um natürlich lebende und essende Menschen, besteht kein Grund, die Hühner menschlichen Dung nicht fressen zu lassen. Denn diese finden darin immer noch Verdauliches und sorgen dafür, daß die menschliche Umgebung stets sauber bleibt. – Zumindest in Notzeiten bzw bei absolutem Getreidemangel können Hühner auch damit am Leben erhalten werden.
Nur in Notzeiten wird man ggf auch Kadaver verfüttern wollen, bzw solche einfach liegen lassen, damit sich Maden entwickeln, die dann wiederum von den Hühnern gefressen werden können. – Herumliegende Kadaver haben jedoch zusätzlich den Nachteil, daß sie Raubtiere anlocken.
Aufbau von Fruchtwäldern bzw Waldgärten. Vor allem die samentragenden Nährbäume (Eichen und alle Nußbäume) müssen im Verbund mit großstämmigen Fruchtbäumen (Apfel, Birne, Kirsche, Maulbeere, Pflaume,…) wo immer nur möglich waldartig oder waldgartenartig aufgebaut werden. Sie können und sollen derzeitige Mono-Forstkulturen ersetzen und sind Grundlage des Überlebens für alle Nutztiere und vor allem auch den Menschen. (In P.I.System/ Nahrung&Leben Bd2 habe ich den Aufbau solcher Fruchtanlagen beschrieben.)
Fazit: Jeder natürlich essende Haushalt mit Garten verfügt über genügend Reste von Mahlzeiten, sowie übriges Gartengemüse, um etliche Hühner damit fast vollständig zu ernähren. Es ist Verchwendung und Dummheit, diese Nahrungsmenge nicht zu recyclen. Ebenfalls ist es sehr irrig zu glauben, daß ein Huhn nicht in jedem x-beliebigen Haushalt gehalten werden kann und soll. – Ebenso gut oder weitaus besser wie in den Massentierhaltungen wird es wohl fast jedem Tier in den Privathaushalten ergehen. – Man ersetze also baldmöglichst den Kanarienvogel durch Hühner oder auch den Schoßhund durch einen „Milchhund“, ich meine eine oder mehrere Ziegen. Die kommenden Zeiten werden hart. Ein Winter ohne Milch und Eier in einem Nordland zu überleben, ist keine angenehme Sache. Solches möchte ich auch meinen speziellen „FreundInnen“, den Hygiene-/PutzTanten nahelegen. Wer nicht eines baldigen Tages in seiner sauberen Sterilwohnung hungern bzw sich nicht länger am käuflichen Dekadenzfraß elendessen will, sollte sich hier erheblich hin zur Natürlichkeit rückerziehen.
P.I.System/ Landwirtschaft/ Garten-News (Aus News
Kaktusfeigen/Opuntien
Nachdem wir erfahren haben, daß das Öl von Opuntien für bis zu 1000Euro/Liter gehandelt wird, ist uns diese wichtigste Futter- bzw Nahrungspflanze für Mensch und Tier noch sympathischer geworden. Wir züchten hier vor allem eine sehr seltene blaufrüchtige Sorte, die frostresistenter und größer im Wuchs sowie in der Frucht ist. Blaue Opuntien regulieren den Blutdruck und werden deshalb von wissenden Ärzten zum Frühstück empfohlen. Frische Blätter essen wir als Salat, deren Gel kühlt (Brand-)Wunden, das Öl wirkt gegen Faltenbildung bzw Alterung der Haut, ebenfalls als Haarwuchsmittel. Ausgereifte Kaktus-Feigen schmecken getrocknet sehr gut und werden von uns mehr geschätzt als selbst Baumfeigen, da sie nicht zu süß sind und auch nicht schädlich auf die Zähne und Gesundheit wirken.
Für E-Smog-Belastete wichtig zu wissen ist auch, daß die Opuntien hervorragende Ableiter von Mikrowellen sind. – Hinter einer Wand von Feigenkakteen ist kein Handyempfang mehr erreichbar. Wir schätzen ebenfalls Opuntien-Essig. Da die Grundwasservorkommen Europas inwischen sehr verseucht sind, kann guter bzw unbelasteter Trauben-Wein immer schwerer gekeltert werden. Und so werden wir vielleicht auch diesbezüglich noch auf weit weniger belasteten Opuntien-Wein umsteigen müssen. Kaktusfeigen-Frischsaft schmeckt hervorragend und ist überaus gesund. Der Saft unserer blauen Früchte erinnert in Geschmack und Konsistenz an süßen Milchkakao.
Pflanzung und Anbau sind simpel. Man legt einfach ältere Blätter auf den Boden und bepflanzt damit steinige oder/und steile Flächen, die ansonsten ungenützt bleiben würden. Wässerung ist nirgends nötig! Es können alle erdenklichen für die Landwirtschaft ansonsten ungeeignete Flächen (Steilhänge, Felsen, Steinwüsteneien,…) damit bedekct werden. Geeignete Pflanzpartner sind u.a. Wein-Reben. Feigenkakteen sind m.E. die Überlebens-Pflanzen der Südländer! Die Vermarktung der Früchte wurde vermutlich bislang noch durch die unangenehmen Stacheln verhindert. – Es soll aber bereits stachelfreie Sorten geben. Außerdem könnte man sehr wohl einfache Apparaturen zur Entstachelung mittels Wasser und Bürsten billig herstellen.
Neue Kürbissorten: Wir hatten in diesem Jahr einfach sämtliche hier im Handel befindlichen Kürbissorten ausgesät und getestet, ob sich darunter bessere finden als die, die wir schon haben. Nun, bessere kann man nicht unbedingt sagen, aber eben wertvolle weitere wurden gefunden. So haben wir festfleischige grüne Hokaido-Sorten entdeckt, die wir bisher mieden, weil sie uns zu hart erschienen. Nun jedoch, auf einer feinen Stiftreibe gerieben, mit gemahlenen Erdnüssen oder Sonnenblumen, Knoblauch und Öl+Salz angemacht, konnte man die doch ganz gut essen. Wir werden diese Sorte aufnehmen. Des weiteren bekamen wir eine chinesische Süßkürbissorte, von der wir anfangs enorm begeistert waren, weil man damit eben echte Süß-Sauergerichte zaubern kann. Nach einigen Proben jedoch erschien uns der Süßgeschmack allzu penetrant, da dieser stundenlang, ja sogar anderntags noch spürbar war. Wir erhoffen uns von dieser Süßkürbissorte jedoch ausgezeichnete Möglichkeiten bei der Konservierung. Man darf gespannt sein.
Anbau von Mohn: Es gibt wohl ein Gesetz, das Mohnanbau verbietet, doch sollte man sich solche Unrechts-Gesetze m.E. nicht weiter gefallen lassen. Schließmohnanbau ist jedenfalls selbst noch bei großer Trockenheit ohne Bewässerung erfolgreich und sehr leicht. Zeitig im Frühjahr ausgesät (in P bereits ab Februar möglich), entwickelt jede Pflanze viele große Samenkapseln, also gute Erträge. Man kann die Mohnsaat zu Getreiden, Mais, eigentlich in allen erdenklichen Mischkulturen wie Unkraut oder auch Zierblumen nebenbei wachsen lassen. Die Kinder essen begeistert die Saat aus den Kapseln. Bei Festen ergibt sich aus den gemahlenen Saaten zusammen mit Honig und Zitronensaft ein sehr delikater Guß für Rohkost-Torten.
Wo Mohnanbau aufgrund der Unrechtsgesetzgebung nicht gefahrlos angebaut werden kann, kann man sich mit Stechapfel helfen. Auch das Blattwerk dieser Pflanze ist giftig und kann als (Rauch-/Rausch-)„Droge“ mißbraucht werden. Ihr Samen-Öl jedoch ist köstlich. Zudem wirken Öl wie Blattwerk blutungsstillend.
Kohlrüben, Salatersatz im Hitzesommer
Ohne Grünzeug kann man heiße Sommer mit vielen süßen Früchten nicht gesund überstehen. Grünsalate geben die nötige Kraft samt Vitaminen, um mit dem hohen Zuckerkonsum fertig zu werden. Leider ist gerade bei Sommer-Hitze Kopf-Salat nur noch schwer ziehbar. Eher noch wächst Endivie. Die meisten Kohlarten sind zu hartblättrig, um sie gutverdaulich als Salat essen zu können. Die Lösung: Kohlrüben – an möglichst schattigen Plätzen ziemlich dicht pflanzen, bestens düngen und sprühwässern mit dem Schlauch. Die Kohlrüben erbringen dabei enorme schnellwachsende Grün-Blattmassen, die weicher als alle anderen Kohlgewächse und selbst Endiviensalat sind! – Im Herbst dann ausdünnen, damit bei genügend Platz die großen Kohlrüben für den Winter wachsen können.
Die Kartoffel
Immer noch trifft man auf rohköstlich Lebende, die den Wert der Kartoffel für die Rohkost nicht kennen, sie deshalb geringschätzen oder gar der Meinung sind, Kartoffeln seien roh giftig. Dabei bildet die Kartoffel für uns natürlich Lebende und Essende eine genauso hoch einschätzende Lebensgrundlage wie für jeden Kochköstler. Auch die Kombinationen bzw Art und Weise der Zubereitung sind dieselben. Zu Kartoffeln passen bekanntlich Eier oder Mayonnaise (bitte selbst zubereiten) , Spinat (Grünzeug), Zwiebeln, sowie Käse, Getreide und Öl. Zu unserem rohen Kartoffelsalat werden die Bataten mit der Stiftreibe von Börner zu feinen Nudeln gerieben. Dazu kommen gemahlener Hartweizen, Öl, Salz, und eben nach Belieben zerwiegte Wilkräuter, Eigelb, Zwiebel, Reibkäse usw.
Doch nun zur Legende giftige Kartoffel: Leicht giftig und daher bitter schmeckend sind das Laub der Kartoffel, sowie alle durch Sonnenlicht grün gewordenen Knollenteile. Da unter bestimmten Anbaubedingungen erhebliche Mengen an grün angelaufenen Kartoffeln anfallen können, erhebt sich die Frage nach deren Verwendungsmöglichkeiten. Wer Tiere hat kann natürlich verfüttern. Große Mengen an Laub und Grünknollen sollten jedoch nicht auf einen Schlag verfüttert werden. Wer keine Tiere hält, kann einige Grünkartoffeln ggf in milchsaure Gemüsekonserven einschmuggeln oder diese für die nächste Aussaat beiseite legen. Als Pflanzkartoffeln sind sie von Vorteil, weil ja dann auch Mäuse vom naschen abgehalten werden.
Grüne Kartoffelteile ergeben sich infolge zu schlechter oder schwacher Anhäufelung der Kartoffelreihen. Sieht man beim Begehen der Felder Kartoffelknollen im Licht heranwachsen kann man solche auch noch einmal abdecken oder einfach vorab laufend (bevor sie grün werden) abernten und damit die Kartoffelernte verfrühen.
Mischkulturen: Man kann Hühner in die Kartoffelfelder lassen. Sie fressen das Laub erst bei erheblichem Grünzeugmangel ab, können jedoch bei Frischpflanzungen in leichte Böden eventuell die Saatkartoffeln freischarren. Auch auf Anhäufelung wird man ggf verzichten müssen, wenn zuviele Hühner im Spiel sind. Die Hühner können dafür jedoch im Idealfall die Kartoffeln von Unkraut und sogar Ungeziefer freihalten. – Ohne Anhäufelung entstehen freilich wiederum viele grüne Kartoffeln, es sein denn, man mulcht mit festem Pflanzenmaterial ab, das die Hühner nicht verscharren können. Als Pflanzenpartner vertragen Kartoffeln gut einige dicke Bohnen (Puffbohnen), etwa in jeder zweiten Reihe im Kartoffel-Abstand gesät, die beim Legen der Saatkartoffeln gleich mitausgesät werden können. In Warmländern ist auch die Kichererbse eine sehr gute Partnerin. Sie wird in die Kartoffelreihen mitgesät und angehäufelt mit der Kartoffel. Die fiedrige feine Struktur der Pflanze läßt der Kartoffel genügend Licht und beschattet bei Hitze. Kichererberbsen vertragen oft Bewässerung nicht, weshalb sie am besten mit den Frühkartoffeln in grundfeuchte Gegenden gesät werden.
Ist das Kartoffelfeld bereits teilweise (durch Bäume) beschattet, verzichtet man besser auf solche Mischsaaten und sät nur dort Buschbohnen oder Zuchini nach, wo Lücken entstehen, weil einige Kartoffeln nicht keimen oder gefressen wurden. Am Beetrand empfehlen sich Kohlrüben oder Markstammkohl. In heißen Zonen werden am Beetrand Kalebassen oder Kürbisse ausgesät, die das Kartoffelfeld später in der heißen Jahreszeit überranken und dabei verhindern, daß die Knollen im Boden verschmoren. – Auch einige Kichererbsen können unter sonnigen/südlichen Verhältnissen zusammen mit Kartoffeln angebaut werden, wenn man erstere nicht zu dicht aussät.
Topinambur:
Infolge völliger Frostunempfindlichkeit der Knollen ist die Topinambur ideale Grundlage zur Überwinterung von Mensch und Tier in Nordländern. Sie war vor der Kartoffel da und sorgte für mehr Ernährungssicherheit, da sie nicht wie diese im Herbst ausgegraben und gehortet werden muß, sondern bis zum Frühjahr draußen im Boden verbleiben und fortlaufend geerntet werden kann. Einmal ausgegraben, hält sich die Knolle nur noch begrenzte Zeit. Wird der Stengel im Herbst entfernt, weiß niemand, wo die Knollen lagern und Fremde können den Vorrat somit auch nicht stehlen. Topis können in nahrhaftem Boden den Ertrag der Kartoffel um ein Mehrfaches übertreffen. Pro Pflanze – Abstand 50cm bis 1m – kann im Idealfall eine ganze Kiste Knollen geerntet werden. Man pflanzt sie bevorzugt an windgeschützte Stellen, etwa entlang von Mauern oder Hecken, auch zur Unterteilung von Grundstücken und zum Sichtschutz. Der Standort sollte vor allem im Winter nicht zu feucht sein, da ansonsten Faulung droht. Im Obstgarten werden durch die Topis Mäuse begünstigt, die die nahrhaften Knollen selbstverständlich ebenfalls sehr lieben. Die Pflanze aus der Familie der Sonnenblumen erreicht je nach Dung, Wässerung, Abstand bzw Dauer der Wachstumsperiode eine Höhe zwischen 2 und 5 Metern. Werden Topis in Obstgärten gepflanzt, fungieren die Bäume für diese im Herbst oft nur noch als Stützkorsette. Mischkulturen sind mit dieser extrem wachstumsstarken Pflanze wenig erfolgreich. Man kann bei genügend Abstand und guter Düngung jedoch schon noch mit Kürbissen, Kalebassen, ggf auch Erbsen und Bohnen kombinieren, wenn man gerade übriges Saatgut hat. Standfester wird die Topi auch durch Anhäufelung.
Wir benützen die Knollen in allen erdenklichen Kombinationen, dh sie ersetzen sowohl Kartoffeln als auch Möhren, geben milchsauer vergorenen Gemüsemischungen eine besondere Geschmacksnote, und sind, last not least auch den ganzen Winter über leicht zu trocknen. Mit dem Granulat können sämtliche Speisen nahrhaft gemacht werden. Der Zucker der Topi ist für Diabetiker geeignet. Heute steht dem allgemeinen Verzehr dieser wertvollen Knolle wohl lediglich entgegen, daß sie starke, jedoch kaum riechende Darmwinde verursachen kann. Ich stelle mir mit einiger Erheiterung eine laufend furzende Belegschaft eines Büros vor, in dem alle Kolleginnen sich von Topis ernähren. – An solche natürlich-gesunden Vorgänge sollten wir uns aber schon allein um den Hygienismus zu bekämpfen wieder gewöhnen. Man furze, rotze und spucke sogar wieder nach Belieben auf den Boden, wenn keine Spucknäpfe aufgestellt werden. Die Freiheit zur Ausscheidung dieser Sekrete darf man sich im Namen der Gesundheit nicht länger von Vornehmlingen und HygienikerInnen nehmen lassen.
Jedenfalls: Allein mit der Topi könnte die Produktion von gesunder pflanzlicher Nahrung auf diesem Planeten so enorm gesteigert werden, daß ein Mehrfaches der heutigen Bevölkerung darauf satt würde.
Dicke Bohnen: Zeichnen sich durch gute Frosthärte aus und werden in wärmeren Gefilden deshalb bereits im November ausgesät. Ansonsten im zeitigen Frühjahr als erste Bohne bis etwa zur Kartoffelaussaat. Spätere Aussaaten werden sehr oft massiv von Läusen befallen und deshalb meistens unterlassen.- Horstaussaat (drei bis vier Samen auf einmal) etwas enger als eine Fußlänge oder in Reihen alle zehn Zentimeter.eine Bohne. Die Reihen später anhäufeln.
Mischkultur: Wie oben erwähnt mit Kartoffeln möglich. Ebenfalls mit Erbsen. Man sollte dabei eine Erbsensorte wählen, deren Wuchshöhe in etwa der Puffbohne entspricht (etwa 1m). Die Standfestigkeit der Puffbohne kann ausreichen, um die Erbsen ebenfalls mitzutragen, so daß keine Gerüste gebraucht werden.
Mus aus dicken Bohnen: Diese Bohnenkerne sind roh eßbar und sehr wohlschmeckend. Wir zerraffeln die Kerne in der Messerschmidt-Drehraffel zu feinem Bohnenmus, das wir mit Öl, Salz, Knoblauch, Eigelb und Kräutern anreichern. Alle Zutaten reichlich verwenden. Anstelle von Salz bieten milchsaure Konserven weitere Geschmacksnuancen. Auch in Essig und Salz eingelegte Gurken machen sich gut. Wer ausreichend Naturkonserven anfertigt, wird immer seltener zum Salz greifen und lieber mit seinen salzhaltigen Konserven würzen.